Tag Archives: Vorsorgekonzept

Sieben Fehler in Anstellungsverträgen von Geschäftsführern

Welcher dieser sieben unangenehmen Fehler lauert in Ihrem Geschäftsführer-Vertrag?

Es sind immer die gleichen Punkte in den Geschäftsführerverträgen, die später zu Ärger führen können, und zwar folgende:

Fehler Nr. 1: Fehlende Eindeutigkeit. Zum Beispiel bei der Vergütung:

Aus Ihren Verträgen muss sich durch einfache Berechnungen und ohne Ermessensspielraum ergeben, ob und in welcher Höhe Ihnen eine Vergütung zusteht. Vor allem die Vereinbarung zur Lohnfortzahlung bei Krankheit gibt immer wieder Anlass zu erheblichen Streitigkeiten  (wie lange wird diese gezahlt bzw. ab wann beginnt diese, wie hoch ist diese, ist diese abgestimmt auf die Leistungen aus der gesetzlichen bzw. privaten Krankenkasse). Auch die Leistungen im Todesfall sollten eindeutig geregelt sein. Zum Beispiel: Wie lange wird das Gehalt noch weiter gezahlt, wie Hoch ist in diesem Fall noch der Tantiemen Anspruch usw.

Fehler Nr. 2:

Unklarheit über Termin der Vereinbarung. Oft wird versucht, durch nachträgliche Änderungen eine Verbesserung zugunsten der GmbH herbeizuführen. Eventualitäten regeln Sie gleich im Erstvertrag.

Fehler Nr. 3:

Fehlende Regelungen. Beispielsweise über die Aufgabenteilung bei verschiedenen Geschäftsführern. Besser: vorher regeln! Sonst haften Sie für die Taten anderer!

Fehler Nr. 4:

Ungültigkeit von Verträgen oder Vereinbarungen – beispielsweise in Ihrem Arbeitsvertrag. Was regelt die GmbH-Satzung? Das kann im Widerspruch zur aktuellen Rechtsprechung stehen.

Fehler Nr. 5:

Nicht erkennbare Ernsthaftigkeit. Finanzamt und Gerichte setzen enge Grenzen bei der Vertragsgestaltung. So manche Vereinbarung führte schon dazu, dass von Gerichten oder Finanzbehörden die Ernsthaftigkeit der GmbH insgesamt infrage gestellt wurde!

Fehler Nr. 6:

Haftungsausschlüsse, die keine sind. Manche GmbH-Geschäftsführer versuchen, in ihren Verträgen Haftungsausschlüsse zu regeln, um sich selbst besser zu schützen. Doch welche können Sie wirklich regeln? Denn nicht jede Haftung lässt sich delegieren!

Fehler Nr. 7:

Fehlende Üblichkeit – einer der häufigsten Fehler. Getroffene Vereinbarungen sind so untypisch, dass sie zweifelsohne nicht mit einem fremden Geschäftsführer getroffen worden wären. Das Finanzamt lehnt ab.

Aber: Es gibt einen Ausweg! Unser Muster-Dienstvertrag dient Ihnen im Gespräch mit Ihrem Rechtsanwalt zur Analysierung Ihrer Situation und diskussion welche Regelungen getroffene werden sollten bzw. müssten. Noch ein kleiner Hinweis, auch wenn Sie sicher einen kompetenten Steuerberater haben, Arbeitsverträge sind „rechtliche Angelegenheiten“ die nur ein Rechtsanwalt abarbeiten darf.

Herzlichst Grüßt

Alexander Leuthner

 

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Die Suche nach der echten Inflation

Heute ein Link zu einem sehr interessanten Artikel aus dem Manager-Magazin zum Thema „Inflation“.

 

http://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/0,2828,812691,00.html

Beste Grüße

Alexander Leuthner

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betriebliche Krankenversicherung

betriebliche Krankenversicherung und die Zukunft:

In diesem Bereich, der nun seit ca. 2 Jahren vermehrt Einzug hält und bei dem auch wir in der Entwicklungsphase beteiligt waren, sieht die Politik, Wirtschaft, Industrie, Gewerkschaften und Verbände ein großes Potential um speziell Fachkräfte zu finden bzw. zu binden.

Da hierüber auch die Familienmitglieder der Arbeitnehmer eingebunden werden können, und das ohne Gesundheitsprüfung, besteht aktuell schon eine hohe Nachfrage. Natürlich auch vor dem Hintergrund der immer geringer werdenden Leistungen des gesetzlichen Krankenversicherungssystem. Das Beispiel „Amerika“ zeigt wie eine Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt auch von Themen wie „Gesundheit bzw. Krankenversicherung“ geprägt sein kann. Schon heute ist es dort so, das die qualifizierten Fachkräfte als erstes nach der „Krankenversicherung durch den Arbeitgeber“ fragen.

Wir sind sehr stolz darauf, das wir mit dem TÜV Süd im Rahmen einer Kooperation mit der Hallesche Krankenversicherung einen hoch spezialisierten Partner gewinnen konnten und dieser uns in enger Zusammenarbeit bei der Analyse sowie Zertifizierung auf dem Gebiet des „ betrieblichen Gesundheitsmanagement “ unterstützt.

Zum Beispiel könnte der Punkt „Arbeitgeber finanzierte betriebliche Krankenzusatzversicherung“ durchaus in Stellenausschreibungen enthalten sein. Die hierzu zur Verfügung gestellten Leistungen und Absicherungen sind absolut als Mehrwert zu sehen.

Hierzu haben wir Ihnen eine Datei „betriebliche Krankenzusatzabsicherung“ sowie unseren Flyer „BKV“ erstellt. Einfach kurz per Mail bei uns anfordern.

Gerne stehen wir Ihnen zur Verfügung um Ihren Betrieb noch attraktiver zu positionieren und freuen uns sehr auf diesbezügliche Gespräche.

„letzten Endes kann man alle wirtschaftlichen Vorgänge auf drei Worte reduzieren: Menschen, Produkte und Profite. Die Menschen stehen an erster Stelle– sonst kann man mit den anderen beiden nicht viel anfangen“.

Lido Anthony „Lee“ Iacocca

Herzlich Grüßt

Alexander Leuthner

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Jobwechsel: Die Portabilität der Betriebsrente

Seit 2005 dürfen Arbeitnehmer beim Jobwechsel ihre Betriebsrente unter bestimmten Umständen mitnehmen. Doch das ist in der Praxis gar nicht so einfach – auch, weil oft die entsprechende Beratung fehlt. 

Vorbei sind die Zeiten, in denen es für einen Arbeitnehmer üblich war, seine berufliche Laufbahn in ein und demselben Unternehmen zu gestalten. Heute sind Arbeitgeber und Arbeitnehmer wesentlich marktwirtschaftlicher eingestellt. Die Folge: Ein Arbeitnehmer muss sich, gewollt oder nicht, auf einen häufigeren Jobwechsel einstellen.
In Einstellungsgesprächen über die Höhe des Gehalts und mögliche Nebenleistungen zu verhandeln, ist eine allseits bekannte und gelebte Praxis. Was aber macht der Arbeitnehmer mit einer betrieblichen Altersversorgung (bAV), die er bei seiner alten Firma abgeschlossen hat? Laut Gesetz gilt sie als portabel er darf sie also mitnehmen. In der Praxis allerdings gestaltet sich die sogenannte Portabilität als äußerst schwierig und für viele Arbeitnehmer frustrierend.

Viele Jobwechsel als Anlass 

Zunächst zum gesetzlichen Hintergrund: 2005 hat die damalige rot-grüne Bundesregierung den Trend zum häufigeren Jobwechsel erkannt und dafür gesorgt, dass Arbeitnehmer für bestimmte Anwartschaften einen Anspruch auf Portabilität haben. Die Regelung gilt für Anwartschaften, die seit dem 1. Januar 2005 in den bAV-Durchführungswegen Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds bestehen. Folglich können Arbeitnehmer das angesparte Kapital aus ihrer bAV auf den neuen Vorsorgeplan übertragen lassen, sofern der neue Plan einem dieser drei Durchführungswege zuzuordnen ist. Dabei darf ein Arbeitnehmer kein zweites Mal mit Abschlusskosten belastet werden. „Falls diese innerhalb der üblichen Frist von fünf Jahren nicht abbezahlt sind, wird die Differenz angerechnet“, wird von Experten ergänzt. Bietet die neue Firma ihren Mitarbeitern bislang keine bAV an, so ist sie verpflichtet, für den Wechsler eine einzurichten. „Einen so strengen Portabilitätsanspruch gibt es sonst nirgendwo in Europa“. Dennoch kann es Nachteile geben. Für den neuen bAV-Plan gelten die jeweils aktuellen Konditionen und nicht die alten. Wechselt also ein Arbeitnehmer ab 2012 den Job und überträgt beispielsweise eine Direktversicherung mit einem jetzigen Garantiezins von 2,25 Prozent auf einen neuen Anbieter, so wird das Guthaben nach dieser Übertragung nur noch mit einem garantierten Zins von 1,75 Prozent verzinst. Für Anwartschaften vor dem 1. Januar 2005 gibt es außerdem keinen Anspruch auf Portabilität, diese müsste daher individuell zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber vereinbart werden. Hierzu sind die Arbeitgeber aber nicht verpflichtet. Trotz dieser Schönheitsfehler sollte die Mitnahme der bAV ohne große Probleme funktionieren. Der Frust bei der Portabilität hat laut Branchenexperten dennoch seine Gründe. So scheuen sich viele Arbeitnehmer davor, ihren gesetzlichen Anspruch beim neuen Arbeitgeber durchzusetzen. Und bei den Arbeitnehmern, die von diesem Anspruch nichts wissen, funktioniert die Beratung durch den Vermittler oft schlecht.

Zum ersten Punkt:

In unsicheren Zeiten wie diesen ist es verständlich, dass ein Arbeitnehmer während der sechsmonatigen Probezeit gegenüber dem Arbeitgeber keine großen Ansprüche stellt. Der Neue muss sich bewähren und lässt Themen wie Großurlaub oder Portabilität erst einmal außen vor. Die Portabilität aber nach der Probezeit zu vernachlässigen muss nicht sein. „Auch im siebten Monat der Beschäftigung kann der Arbeitnehmer das Thema noch ansprechen“, sagt Michael Karst vom bAV-Berater Towers Watson. Dafür sei genug Zeit, weil der Anspruch erst zwölf Monate nach dem Wechsel auslaufe. Anreiz für die Beratung fehlt Dies setzt allerdings voraus, dass der Arbeitnehmer ausreichend beraten wurde. Genau darin könnte der Grund dafür liegen, dass bislang so wenige Arbeitnehmer von der Portabilität Gebrauch machen. Für einen Versicherungsvermittler, der nach Provision bezahlt wird, fehlt der Anreiz. Weist er auf die Übertragung hin und organisiert diese, so erhält er für seine Tätigkeit keinerlei Vergütung. Schließt er stattdessen einen neuen Vertrag ab, bekommt er eine Provision. Somit liegt die von bAV-Experten durchaus gestützte – Vermutung nahe, dass viele Berater die Möglichkeit der Portabilität nicht erwähnen oder sogar mit Gegenargumenten verhindern.

Interessanterweise hat die deutsche Fondsindustrie eine Idee gehabt, wie die Portabilitätsproblematik gelöst werden kann. 2003 schlug der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) die Einführung eines Altersvorsorgekontos für jeden Arbeitnehmer vor. Die Idee hat den Charme, dass die Vorsorge nicht an den Arbeitgeber, sondern an den Arbeitnehmer gekoppelt ist. Letzterer schließt einfach einen Sparvertrag mit einer Fondsgesellschaft ab und nimmt ihn überall mit. Zuschüsse vom Arbeitgeber sind auch möglich. Und dass der Arbeitnehmer, und nicht der Arbeitgeber, für den Vertrag haftet, wäre auch kein Problem gewesen, da die Fondsgesellschaft beauftragt werden kann, konservativ zu investieren. Bedauerlicherweise stieß die Idee auf keine Resonanz in Berlin. Zu mächtig war die Lobby der Assekuranz, die ein bAV-Konkurrenzprodukt nicht duldet.

 

Autor: Jan F. Wagner
Dieser Artikel erschien am 01.02.2012 unter folgendem Link:
http://www.dasinvestment.com/investments/versicherungen/news/datum/2012/02/01/jobwechsel-die-portabilitaet-der-betriebsrente/
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Ein Bollwerk gegen den Turbo-Kapitalismus

Betriebliche Altersversorgung als vertrauensbildende Maßnahme in Zeiten der Finanzkrisen
Im Zusammenhang mit der betrieblichen Altersvorsorge in Deutschland gibt es Reformbedarf, sagte Thomas Dommermuth beim „Münchner Fachforum Betriebliche Versorgung“ der SLPM Schweizer Leben Pensionsmanagement GmbH in München. Die mittlerweile schon durch die fünf Durchführungswege und drei Zusagearten geschaffene Komplexität
sollte nach Ansicht des Professors für Steuerlehre, Finanz- und Investitionswirtschaft an der Hochschule Amberg-Weiden deutlich reduziert werden.
Das Haftungs- und das Kostenrisiko für die Arbeitgeber muss ebenfalls wieder spürbar vermindert werden, forderte Dommermuth.

Verantwortlich für die nach wie vor geringe Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung in Deutschland sei aber der Vertrieb und dessen falscher Beratungsansatz vor allem
bei kleineren und mittleren Betrieben. Bisher hätten sich alle bAV-Berater nämlich viel zu sehr auf die Ansprache der einzelnen Arbeitnehmer konzentriert statt die Geschäftsleitungen ganzheitlich über den Nutzen für das Unternehmen zu informieren. Angesichts der demografischen Entwicklung ist diese Vertriebsstrategie für ihn unter dem Aspekt der Mitarbeitergewinnung und -bindung ziemlich unverständlich, aber ebenso im Hinblick auf die langfristige Sicherung der Kaufkraft und damit der künftigen Absatzchancen in einer alternden Gesellschaft.

Vermittler haben falschen Beratungsansatz

Der Vertrieb habe zudem außer Acht gelassen, dass sowohl bei den Arbeitgebern wie bei den Arbeitnehmern eine grundsätzlich sehr positive Einstellung gegenüber der betrieblichen
Alterversorgung bestehe. Aus Sicht der Mitarbeiter stelle ein bAV-Angebot des Arbeitgebers ein Zeichen der Wertschätzung dar, zitierte Dommermuth aus einer aktuellen
Umfrage der Financial Times Deutschland. Gleichzeitig messen laut einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG 75 Prozent aller Unternehmen der bAV in der Zukunft
eine wachsende personalpolitische Bedeutung zu. Mittlerweile könne die betriebliche Altersversorgung zudem nicht nur von den unübersehbar gewordenen Problemen der
gesetzlichen Rentenversicherung profitieren, sondern ebenso vom generellen Vertrauensverlust gegenüber Banken und Versicherern, machte er aufmerksam. Mehr bAV könne daher
inzwischen sogar dazu beitragen, das angeschlagene Image der Marktwirtschaft wieder zu verbessern – und quasi als „Bollwerk gegen den Turbokapitalismus“ fungieren.
Für Dommermuth ist deshalb nicht zuletzt ein erhebliches Defizit bei der Aufklärung dafür verantwortlich, dass nach wie vor bisher nur rund die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer
über eine betriebliche Altersversorgung verfügt und nach einer Umfrage der Gothaer Versicherung bei kleineren Unternehmen vor allem die Furcht vorherrsche, dass
ihnen durch sie erhebliche zusätzliche Kosten entstehen könnten. Den Arbeitnehmern sollte der Vertrieb weit stärker als bisher vermitteln, dass die bei der bAV erzielbaren Renditen
in der Größenordnung von sechs Prozent inzwischen „einzigartig“ gut seien – und außerdemweitgehend risikolos.

rem
Heft 2 15. Januar 2012 101

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Kein Problem mit der Niedrigzinsphase

Der Gleichordnungskonzern aus der Alten Leipziger Lebensversicherung und der Halleschen Krankenversicherung blieb nach den vorläufigen Geschäftsergebnissen 2011 mit einer Nettoverzinsung der Kapitalanlagen von 4,5 Prozent von der Finanzkrise weitgehend verschont. Das Neugeschäft mit laufenden Beiträgen in der Lebensversicherung legte um 19 Prozent zu. Der Bestand in der Krankenversicherung erhöhte sich um knapp drei Prozent, vor allem durch Vollversicherte.

Eine nach Unternehmensangaben seit vielen Jahren konsequent praktizierte sicherheitsorientierte Kapitalanlagepolitik, die auf die Vermeidung von Bonitätsrisiken und die Konzentration auf den Heimatmarkt Deutschland abzielte, hat den Gleichordnungskonzern aus Alte Leipziger Lebensversicherung und Hallesche Krankenversicherung 2011 gut durch die Finanzkrise gebracht.

Langfristige Rentabilität

Grundsätzlich würden nur Anlagen getätigt, die auf Dauer eine angemessene Rentabilität erwarten lassen, wird betont. Investitionen in den USA oder den von der Eurokrise betroffenen südeuropäischen Euro-Ländern sind nicht dabei.

Die Alte Leipziger konnte dabei eine Nettoverzinsung der Kapitalanlagen von 4,5 Prozent erzielen. Der Rohüberschuss wurde auf dem geplanten Niveau von 370 Millionen Euro gehalten, nachdem erstmals eine Zinszusatzreserve von 29 Millionen Euro vorgeschrieben war, das Eigenkapital erhöhte sich um zehn Prozent auf über eine halbe Milliarde Euro.

Bei der Halleschen Krankenversicherung stieg das Kapitalanlagevolumen um 466 Millionen Euro auf 5.624 Millionen Euro, die Nettoverzinsung sank von 4,02 auf 4,0 Prozent. Das Eigenkapital erhöhte sich von 193,4 auf 218 Millionen Euro. Der Rohüberschuss lag bei 136 (2010: 150)  Millionen Euro, die Eigenkapitalquote stieg von 19,2 auf 20 Prozent.

Wie bereits im letzten Jahr (VersicherungsJournal 8.6.2011) sind die beiden Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit deshalb sicher, dass die Anforderungen von Solvency II erfüllt werden.

Treue Kunden

In der Lebensversicherung erhöhten sich die gebuchten Bruttobeiträge um gut sechs Prozent auf 1.584 Millionen Euro, davon entfielen 1.249 Millionen auf laufende Beiträge und 335 Millionen auf Einmalbeiträge.

60 Prozent des Neugeschäfts stammten aus bestehenden und neuen Verträgen der Betrieblichen Altersversorgung und Rentenversicherungen mit sofortigem und aufgeschobenem Beginn sowie aus Wiederanlagen. Insgesamt wuchs das Neugeschäft mit Einmalbeiträgen um 6,7 Prozent, das mit laufenden Beiträgen um 19 Prozent.

Die Überschussbeteiligung wurde für 2012 um 0,25 Prozent auf 3,85 Prozent abgesenkt.

Umsatzbringer Vollversicherung

Bei der Halleschen Krankenversicherung wuchs der Bestand um 6.500 Versicherte auf jetzt 236.3000 Personen. Die gebuchten Bruttobeiträge erhöhten sich um fünf Prozent auf 1.058 Millionen Euro, überwiegend durch Kunden in der Vollversicherung.

Die versicherungs-geschäftliche Ergebnisquote betrug gut zehn Prozent (2010: 14,1 Prozent).

Susanne Görsdorf-Kegel

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Studie: Deutsche schätzen Notwendigkeit zur Altersvorsorge falsch ein

Jeder vierte Bundesbürger ist davon überzeugt, im Alter ohne Rücklagen aus privater oder betrieblicher Vorsorge auszukommen. Dies ist jedenfalls das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter 1.014 Deutschen durch das IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung.

Die Untersuchung im Einzelnen:

Nach Ansicht der Bürger stelle die Aussicht auf zusätzliche Alterseinkünfte vor allem ein Angebot für Besserverdienende dar. Ein weiteres Drittel der Deutschen schließe sich dieser Meinung zumindest teilweise an. Selbst unter den aktiven Sparern seien sich nur 40 Prozent wirklich sicher, nach der Berufstätigkeit den einmal erlangten Lebensstandard nur durch eigene Vorsorge halten zu können.
Die Ergebnisse zeigten, dass die Befragten einem gefährlichem Irrtum unterlägen, denn in gut zwanzig Jahren sinke die staatliche Rentenzahlung auf nur noch 40 Prozent des letzten Bruttogehalts ab. 

Oftmals zu optimistische Rentenerwartungen
So glaubte noch immer fast jeder zweite Bundesbürger, nach dem Berufsleben monatliche Rentenzahlungen von mehr als 50 Prozent des letzten Bruttogehalts zu erhalten und damit für ein auskömmliches Leben im Ruhestand sorgen zu können. Erstaunlich sei: Ausgerechnet diejenigen, die sich bereits zum Sparen verpflichtet hätten, schätzten die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung falsch ein. Jeder zweite Vorsorger glaube, später mehr als 50 Prozent des letzten Bruttogehalts als Rente zu erhalten. Dabei erreichten die gesetzlichen Leistungen dieses Niveau schon heute nicht mehr.

Steuervorteile durch Altersvorsorge nutzenDarüber hinaus herrsche bei vielen Deutschen Unklarheit über die aktuellen Anpassungen bei der Rentenhöhe. So sinke das Niveau gesetzlicher Alterszahlungen bis 2030 stufenweise auf nur noch 40 Prozent des letzten Bruttogehalts ab. Dennoch glaubten insgesamt zwei Drittel der Deutschen, auch in Zukunft mehr als diesen Betrag ausbezahlt zu bekommen.
„Zur Schließung der Versorgungslücke im Alter ist die zusätzliche Vorsorge daher unumgänglich. Rund 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens sind in der Regel für ein auskömmliches Leben im Ruhestand notwendig“, betonten die Experten. „Dabei können Sparer in vielen Fällen ihre Aufwendungen zur Altersvorsorge steuerlich geltend machen.“  So ist zu Beispiel die betriebliche Altersvorsorge mit die effektivste Form zusätzlich vorzusorgen.

Quelle: VM

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Chefarzt vom Chef steuerlich gefördert

Die betriebliche Krankenzusatzversicherung :

Die Hallesche Krankenversicherung stellte zum Oktober 2011, Ihr neues Konzept zur betrieblichen Krankenzusatzversicherung vor. Unter Beteiligung des TÜV Süd wird somit das Thema betriebliches Gesundheitsmanagement in den Focus gestellt. Unternehmen ab einer Größe von 10 Mitarbeitern können so schon den Einstieg in das Thema  „betriebliches Gesundheitsförderung“ vornehmen.

Interessant ist hier sicher auch die aktuelle Rechtsprechung. Der Grund ist ein aktuelle Veröffentlichung des Bundesfinanzhofs (BFH) im Bundessteuerblatt (Teil II 2011, Seite 767 ff., vom 12. September 2011). 

Danach sind Beiträge zur bKV, die der Arbeitgeber für die Belegschaft abschließt, einkommens- und lohnsteuerrechtlich wie Sachzuwendungen zu behandeln. Es gilt damit eine Freigrenze von 44 Euro pro Monat und Mitarbeiter. Das eröffnet Unternehmen im Kampf um Fachkräfte einen neuen Spielraum. Eine Anfrage bei dem zuständigen Betriebsstättenfinanzamt gibt hier abschließend Auskunft.

Rechenbeispiel zur Alternative „Gehaltserhöhung“
Schon bei der Betrachtung einer „pauschal Besteuerung“ wird die Attraktivität zur Gehaltserhöhung deutlich. Hinzu kommt noch der Nettoeffekt beim Arbeitnehmer, da nicht mehr benötige Verträge aufgelöst werden können. Die nun neuen Möglichkeiten, nach Veröffentlichung des Bundesfinanzhofs könnte einen Boom auslösen.  Mit wenig Aufwand für das Unternehmen ist nun ein hoher zusätzlicher Krankenschutz für die Belegschaft möglich. Damit entwickelt sich die bKV zu einer weiteren Alternative gegenüber der Gehaltserhöhung, bei der häufig nur die Hälfte beim Mitarbeiter ankommt.

Der große Vorteil für die Arbeitnehmer liegt in dem Verzicht auf eine Gesundheitsprüfung. Die „normale Beantragung“ solcher Krankenzusatzversicherungen, wird häufig durch die obligatorische Gesundheitsprüfung erschwert (Risikozuschläge bzw. Ausschlüsse) oder gar unmöglich gemacht. Auch die sonst vereinbarten „Wartezeiten“ entfallen. Und dies gilt zum Teil auch für die Familienmitglieder.

Leistungskürzungen der gesetzlichen Krankenkassen 

Die Unberechenbarkeit der gesetzlichen Krankenversicherung, (siehe Insolvenz von Krankenkassen und die öffentlichen Diskussion), dürfte ein weiteres Argument für einen zusätzlichen Gesundheitsschutz über den Betrieb sein. Kassenpatienten stehen künftig vor weiteren Streichungen bei den Leistungen.

Herzlichst Grüßt

Alexander Leuthner 




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betriebliche Krankenversicherung

betriebliche Krankenversicherung und die Zukunft:

In diesem Bereich, der nun seit ca. 2 Jahren vermehrt Einzug hält und bei dem auch wir in der Entwicklungsphase beteiligt waren, sieht die Politik, Wirtschaft, Industrie, Gewerkschaften und Verbände ein großes Potential um speziell Fachkräfte zu finden bzw. zu binden.

Da hierüber auch die Familienmitglieder der Arbeitnehmer eingebunden werden können, und das ohne Gesundheitsprüfung, besteht aktuell schon eine hohe Nachfrage. Natürlich auch vor dem Hintergrund der immer geringer werdenden Leistungen des gesetzlichen Krankenversicherungssystem. Das Beispiel „Amerika“ zeigt wie eine Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt auch von Themen wie „Gesundheit bzw. Krankenversicherung“ geprägt sein kann. Schon heute ist es dort so, das die qualifizierten Fachkräfte als erstes nach der „Krankenversicherung durch den Arbeitgeber“ fragen.

Wir sind sehr stolz darauf, das wir mit dem TÜV Süd im Rahmen einer Kooperation mit der Hallesche Krankenversicherung einen hoch spezialisierten Partner gewinnen konnten und dieser uns in enger Zusammenarbeit bei der Analyse sowie Zertifizierung auf dem Gebiet des „ betrieblichen Gesundheitsmanagement “ unterstützt.

Zum Beispiel könnte der Punkt „Arbeitgeber finanzierte betriebliche Krankenzusatzversicherung“ durchaus in Stellenausschreibungen enthalten sein. Die hierzu zur Verfügung gestellten Leistungen und Absicherungen sind absolut als Mehrwert zu sehen.

Hierzu haben wir Ihnen eine Datei „betriebliche Krankenzusatzabsicherung“ sowie unseren Flyer „BKV“ erstellt. Einfach kurz per Mail bei uns anfordern.

Gerne stehen wir Ihnen zur Verfügung um Ihren Betrieb noch attraktiver zu positionieren und freuen uns sehr auf diesbezügliche Gespräche.

„letzten Endes kann man alle wirtschaftlichen Vorgänge auf drei Worte reduzieren: Menschen, Produkte und Profite. Die Menschen stehen an erster Stelle– sonst kann man mit den anderen beiden nicht viel anfangen“.

Lido Anthony „Lee“ Iacocca

Herzlich Grüßt

Alexander Leuthner

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Konzerne versichern:Die Firma gibt, was die Krankenkasse nicht zahlt

Betriebliche Zusatzpolicen bieten Unternehmen Chancen im Wettbewerb um gute Mitarbeiter. Anbieter entwickeln dafür spezielle Tarife. Bisher sind aber erst wenige private Krankenversicherer in dem Segment aktiv. 

Arbeitgeber, die auf Anreize wie einen Firmenwagen setzen, müssen umdenken: Für viele Angestellte und Arbeiter ist es attraktiver, wenn ihnen das Unternehmen ermöglicht, beim Arzt wie ein Privatpatient behandelt zu werden. 59 Prozent der Arbeitnehmer, die gesetzlich versichert sind, finden eine vom Arbeitgeber finanzierte Zusatzpolice wichtig, nur 30 Prozent einen Dienstwagen. Das zeigt eine Umfrage im Auftrag der AXA. Während die betriebliche Altersversorgung gerade durch die politische Förderung eine feste Größe geworden ist, fristet die betriebliche Krankenversicherung noch ein Schattendasein. Nur eine Minderheit der Unternehmen bietet Mitarbeitern eine Aufstockung der Krankenversicherung an.
„Es gibt derzeit noch eine sichtbare Diskrepanz zwischen der Aufgeschlossenheit für das Thema und der Umsetzung“, weiß Matthias Becker, Partner und Krankenversicherungsexperte beim Berater Boston Consulting Group (BCG). Bei vielen DAX-Konzernen sei das Thema etabliert, während von den großen mittelständischen Firmen lediglich 15 bis 20 Prozent betriebliche Krankenversicherung anböten. „Aber weit mehr als 50 Prozent der Personalleiter halten das Thema für strategisch relevant.“
Krankenzusatzpolicen vom Arbeitgeber haben Konjunktur:
Die Nachfrage habe in den vergangenen Jahren merklich angezogen. Die Unternehmen suchen neue Möglichkeiten, im Wettbewerb um gute Fachkräfte zu punkten. „Bei den Sonderleistungen ist die Krankenversicherung ein attraktiver Baustein.“ Bislang sind erst wenige private Krankenversicherer (PKV) in dem Segment unterwegs, darunter Arag, Axa, DKV, Gothaer, Hallesche, R+V und Süddeutsche Kranken – sowie seit dem 1. Juli auch die Allianz. Sie bietet Firmen spezielle Policen an – zunächst im Pilotvertrieb. „Wir arbeiten dabei mit ausgewählten Agenturen und Maklern zusammen“, sagt ein Sprecher. Der Versicherer ist Marktführer in der betrieblichen Altersversorgung und will nicht länger der Konkurrenz das zweite große Feld der Vorsorge überlassen. „Bei den Personalverantwortlichen wächst das Bewusstsein für die Chancen der betrieblichen Krankenversicherung“, weiß Michael Kurtenbach, Vorstandschef der Gothaer Kranken. Die Tatsache, dass der Kölner Versicherer in den vergangenen Jahren in der Zusatzversicherung deutlich stärker als der Markt gewachsen ist, führt Kurtenbach auch auf das Belegschaftsgeschäft zurück. „Es hat sich für uns zu einem richtigen Wachstumsfeld entwickelt.“
Die Gothaer hat fürs Belegschaftsgeschäft spezielle Produkte entwickelt. Der Unterschied zu Individualpolicen: Wegfall der Wartezeiten, erleichterte Gesundheitsprüfung, geringere Beiträge. „Wir gehen davon aus, dass wir im Belegschaftsgeschäft eine gute Risikomischung haben“, sagt Kurtenbach. Außerdem sind die Tarife anders als sonst in der PKV ohne Alterungsrückstellungen kalkuliert. Die Prämien werden entweder vom Unternehmen bezahlt, vom Mitarbeiter oder von beiden zusammen. „Ein interessanter Ansatz ist auch, wenn der Arbeitgeber die Police im ersten Jahr finanziert und der Mitarbeiter dann entscheidet, ob er sie fortführt.“ Das fördere eine schnelle und hohe Durchdringung in der Belegschaft. In einem Pilotprojekt bei einem Kunden habe kaum jemand die Police nach dem Jahr gekündigt, sagt Kurtenbach.
Uwe Jüttner, Krankenversicherungsexperte beim Makler AON, favorisiert die arbeitgeberfinanzierte Variante. Bei solchen Rahmenverträgen verzichteten die Versicherer auf die sonst übliche Gesundheitsprüfung. „Das ist ein erheblicher Vorteil.“ Ihn bieten manche Krankenversicherer nach eigenen Angaben auch beim Abschluss über die Mitarbeiter – wenn genügend mitmachen.
Um der betrieblichen Krankenversicherung zu einem Schub zu verhelfen, seien klare Regeln für die Besteuerung notwendig, betont Jüttner. Der Gesetzgeber sollte wie bei der betrieblichen Altersversorgung steuerliche Anreize setzen. „Wir brauchen die Pauschalbesteuerung“, sagt er.
Die Axa ist seit Anfang 2010 in dem Segment aktiv. „Als bedeutender Industrie- und Gewerbeversicherer müssen wir den Firmen auch in der Krankenversicherung etwas anbieten können“, sagte Michael Haas, Leiter betriebliche Krankenversorgung. „Auf diesem Feld können Arbeitgeber effektiv etwas für ihre Mitarbeiter tun.“ Axa setzt einen Schwerpunkt bei der arbeitgeberfinanzierten Variante. Gerade die Ungewissheit vieler Menschen über die Entwicklung der gesetzlichen Krankenversicherung und ihres künftigen Leistungsumfangs erhöhe das Interesse an Zusatzversicherungen, sagt Haas. „Es handelt sich noch um ein junges Geschäft, aber ich sehe gute Wachstumschancen.“
Die Kölner Messegesellschaft bietet ihren Mitarbeitern schon länger Zusatzversicherungen für Zahnersatz und Chefarztbehandlung sowie Zwei-Bett-Zimmer im Krankenhaus an. „Man braucht Benefits, mit denen man sich von anderen Arbeitgebern abheben kann“, sagt Martin Wollziefer, Personalleiter der Kölnmesse. Das Unternehmen trägt die vollen Kosten für die Policen. „80 Prozent der gesetzlich versicherten Mitarbeiter haben das Angebot angenommen“, sagt Wollziefer.
Für die Belegschaft sei das Angebot inzwischen eine Selbstverständlichkeit. „Es würde Ärger geben, wenn wir es nicht mehr machen würden.“ Die Bindewirkung einer solchen Zusatzpolice sollte zwar nicht überschätzt werden, sagt der Personalchef. „Ich bin aber der Meinung, dass die Gesundheitsversorgung zu den Themen gehört, um die sich ein Arbeitgeber kümmern sollte.“
Berater Becker von BCG glaubt an den Siegeszug des Belegschaftsgeschäfts. Bei der zu erwartenden Umorganisation der Krankenversicherung sei eine mittelfristig wahrscheinliche Variante eine Grundversorgung mit stark reduzierten Leistungen. Sie müssten durch Zusatzversicherungen ergänzt werden. „In allen Märkten, in denen ein Wechsel stattgefunden hat und das gesetzliche System den Deckungsumfang reduziert hat, hat sich der Privatmarkt in Richtung Firmengeschäft verlagert“, sagt Becker. Bestes Beispiel seien die Niederlande. Seit der Umstrukturierung Anfang 2006 haben die Individualpolicen dort im steigenden Zusatzgeschäft an Bedeutung verloren, berichtet er. „Heute ist fast die Hälfte der Policen an den Arbeitgeber gebunden.“
  • Aus der FTD vom 20.09.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,

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