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Wie man mit Betriebsrenten Altersarmut verhindern kann

Die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Dr. Ursula von der Leyen (CDU), hat im Rahmen des Regierungsdialogs Rente das Konzept der Zuschuss-Rente präsentiert, wobei eine Vorbedingung den Abschluss eines eigenen Altersversorgungsvertrags vorsieht. Hier will die Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung e.V. (ABA) ansetzen, um die betriebliche Altersversorgung (bAV) stärker ins Spiel zu bringen. Die ABA legte der Ministerin eigene Eckpunkte zur Eindämmung von Altersarmut durch Nutzung des Potenzials der bAV vor.

Der ABA-Vorstandsvorsitzende Heribert Karch erklärte, man dürfe nicht dem Irrtum aufsitzen, Altersarmut sei lediglich ein Thema, das vor allem weiblich sei, geprägt von niedrigen Verdiensten oder mehrfach unterbrochener Erwerbsbiografie. „Altersarmut ist auch ein Branchenthema“, schrieb Karch in einem Beitrag für die Verbandszeitschrift Betriebliche Altersversorgung.

Deshalb hat die ABA in einem Eckpunktepapier Ministerin von der Leyen eine Reihe von Vorschlägen unterbreitet, wie der bAV eine größere Bedeutung bei der Vermeidung von Altersarmut zukommen könnte. Unter anderem wird angeführt, dass die bAV im Gegensatz zum Riester-Sparen „das kapitalgedeckte System mit der höchsten Effizienz durch niedrige Kosten und damit lukrativsten Renten“ sowie der geringsten Fehleranfälligkeit sei.

Betriebsrenten nicht gegen Grundsicherung anrechnen

Zudem sollten die „demotivierenden“ Anrechnungsregelungen der Grundsicherung im Rahmen der neuen Zuschuss-Rente (VersicherungsJournal 12.9.2011) überprüft werden. Wer trotz niedrigen Einkommens zusätzliche Altersvorsorge betrieben habe, sollte später auch ungeschmälert in den Genuss seiner Betriebsrente kommen. Auch Leistungen des Arbeitgebers oder tarifvertraglich vereinbarte Leistungen zur bAV sollten bezüglich der Grundsicherung als Schonvermögen behandelt werden, heißt es in dem Eckpunktepapier.

Generell sollte die Zuschuss-Rente so konzipiert werden, dass diese ein Sicherheitsnetz darstellt, das umso erfolgreicher ist, je weniger sie in Anspruch genommen werden muss. Die deutlich über der Grundsicherung liegende Zuschuss-Rente soll mit 850 Euro im Monat starten und an den allgemeinen Rentenerhöhungen teilnehmen.

Solvency II darf nicht zu Effizienzverlusten bei der bAV führen

Sorge bereitet der ABA die auf europäische Ebene ab 2013 geplante Einführung von Solvency II. Die derzeit in Brüssel diskutierten Eigenkapital-Anforderungen für Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung würden dazu führen, dass Betriebsrenten-Systeme enorm an Effizienz verlören, ohne mehr Sicherheit für die Arbeitnehmer zu schaffen.

Nach Ansicht der ABA sollte unter Beteiligung von Regierung und Sozialpartnern eine ständige Arbeitsgruppe gebildet werden, die einen Maßnahmenkatalog zur deutlich stärkeren Verbreitung der bAV erstellt. Hier könnte es um leichter handhabbare Rahmenbedingungen insbesondere im Arbeits-, Steuer-, Sozial- und Aufsichtsrecht gehen.

Die ABA begrüßt die Berücksichtigung der bAV als Voraussetzung für die Zusatz-Rente. Zum Start der Zuschuss-Rente soll nach den Plänen der Ministerin eine mindestens fünfjährige private Altersvorsorge nachgewiesen werden müssen. ABA möchte hier, dass die Möglichkeit eröffnet wird, Finanzierungslücken in der bAV durch eine nachträgliche Dotierung noch schließen zu können.

Quelle: VM Manfred Brüss
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Tipps und Tricks zur Witwenrente

Kleine oder große Witwenrente?

Um dem verbliebenen Ehepartner eine Witwenrente zu ermöglichen, muss der verstorbene Ehepartner mindestens 5 Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung einbezahlt haben oder bereits eine Form von Rente bezogen haben (?). Außerdem darf der Versorbene nicht anderweitig geheiratet haben und die Ehe zum verliebenen Ehepartner muss mindestens ein Jahr bestanden haben. Wenn all diese Vorraussetzungen erfüllt sind, besteht zumindest ein Anrecht auf die kleine Witwenrente.

Um Anspruch auf die große Witwenrente zu haben, muss der Hinterbliebene bereits das 47. Lebensjahr vollendet haben, ein minderjähriges Kind des verstorbenen Ehegatten aufziehen oder (teilweise) erwerbsgemindert sein.

>> zum Witwenrentenrechner

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Wie errechnen sich die Rentenpunkte?

Schule, Studium, Ausbildung, Kindererziehung

Die Bundesanstalt für Arbeit errechnet die Rentenpunkte aufgrund des Einkommens. Allerdings werden auch Zeiten der Kindererziehung, des Studiums oder der Arbeitslosigkeit berücksichtigt. In Schul- oder Studienzeit wird nach Abschluss des 17. Lebensjahrs pro Schul- oder Studienjahr mit 0,75 Punkten gerechnet. Allerdings werden maximal drei Jahre gezählt, woraus sich also eine maximale Rentenpunktenzahl von 2,25 Punkten ergibt. Das gleiche gilt für die berufliche Ausbildung. Auch hier können maximal 2,25 Rentenpunkte angerechnet werden. Kindererziehungszeiten werden bis zu einer gewissen Höhe und Kinderanzahl ebenfalls rentenrechtlich berücksichtigt.

Wehr- und Zivildienst

Auch während des Wehr- oder Zivildiensts werden Punkte gesammelt. Für maximal 9 Monate wird ein fiktiver Verdienst von 60% des persönlichen Durchschnittseinkommens angerechnet. Daraus resultiert eine Rentenpunktezahl von maximal 0,45.

Arbeitslosengeld I und II

Sollten Sie eine Zeit lang Arbeitslosengeld I oder II bezogen haben oder noch beziehen, errechnen sich Ihre Rentenpunkte wiefolgt: Im Falle von Arbeitslosengeld I werden 80 % ihres letzten Bruttoeinkommens als fiktives Einkommen gewertet aus dem die Rentenpunkte errechnet werden. Bei Arbeitslosengeld II wird eine Summe von 205€ (Stand 2009) als fiktives Einkommen festgelegt und die Rentenpunkte werden daraus errechnet.

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Tipps und Tricks zur gesetzlichen Rentenversicherung

Die gesetzliche Rentenversicherung

Schon seit ihrer Gründung im 19. Jahrhundert ist das Prinzip der gesetzlichen Rentenversicherung unverändert. Seit dieser Zeit erhält der Bürger durch seine Beiträge in die Rentenkasse Anspruch auf eine Rente im Alter. Dadurch sollte damals wie heute der Armut von Arbeitnehmern im Ruhestand vorgebeugt werden.

Die Höhe der Beiträge hängt von der Höhe des Einkommens des Bürgers ab. Eine gesetzliche Rentenversicherung ist für jeden Arbeitnehmer verpflichtend. Die Entscheidung gegen eine gesetzliche Rentenversicherung haben in Deutschland nur Freiberufler und Selbstständige. Allerdings ist auch für freiwillig Versicherte die Versicherungspflicht verbindlich und muss mit einem Mindestbeitrag von 80 Euro monatlich geleistet werden.

Angesichts der stets leerer werdenden Kassen der gesetzlichen Rentenversicherungen, bezweifeln viele Bürger mittlerweile die Sicherheit ihrer Rente. Staatlich geförderte private Rentenversicherungen wie zum Beispiel die Riester Rente können eine Lösung für dieses Problem sein.

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Tipps und Tricks zur Riester Rente

Was ist die Riester Rente und wer nimmt sie in Anspruch?

Die Riester Rente ist die Antwort des Staates auf die leer gewordenen Kassen der gesetzlichen Rentenversicherungen. Sie ist eine freiwillig privat finanzierte Rente, die durch staatliche Mittel gefördert wird. Bereits seit 2001 konnten alle Bürger Riester Renten Verträge abschließen. 2005 wurde die Riester Rente dann im Rahmen des Alterseinkünftegesetzes vereinfacht.

Generell ist die Riester Rente für jeden Arbeitnehmer attraktiv, denn die Beitragszahlungen  können auf das Einkommen eines jeden einzelnen individuell abgestimmt werden. Mit Beginn des Rentenalters setzt der Leistungsfall der Riester Rente ein. Während der Laufzeit des Riester Vertrags wird der Versicherte regelmäßig über die Höhe des aktuellen Rentenanspruchs informiert. So bleibt der Riester Vertrag immer transparent.

Wie wird die Riester Rente gefördert?

Der Staat übernimmt bis zu 50 % der Beiträge. Die eigenen Beiträge zur Riester Rente können bis zu einem gewissen Höchstbetrag von der Steuer abgesetzt werden. Im Falle eines Anspruchs auf ALG II sind die Zahlungen in einen Riester Renten Vertrag pfändungssicher und anrechnungsfrei. Außerdem gewährleistet der Staat, dass zum Rentenantritt mindestens das angesparte Riester Vermögen inklusive Zulagen ausgezahlt wird. So möchte der Staat die private Verantwortung zur Altersvorsorge positiv unterstützen.

Die staatliche Zulage beträgt für jeden Versicherten 145 Euro jährlich. Zusätzlich gibt es für Kinder, die einschließlich des Jahres 2008 geboren sind, eine Kinderzulage von jährlich 300 Euro. Ein weiterer Vorteil: Eine Förderung im Rahmen der Riester Rente ist auch dann noch rückwirkend für das ganze Kalenderjahr möglich, wenn der entsprechende Vertrag erst im Dezember abgeschlossen wurde.

>> zum Riester Renten Rechner

 

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Tipps und Tricks zum Thema Firmenwagen

Wie wird die private Nutzung errechnet?

Bei der privaten Nutzung eines Firmenwagens werden pro Monat 1% des Listenpreises des Firmenwagens als Geldwerter Vorteil angerechnet. Als Alternative dazu, kann die private Nutzung auch durch Führung eines Fahrtenbuchs angesetzt werden. Vom Geldwerten Vorteil abgezogen der eventuelle Eigenanteil am Firmenwagen oder die steuerliche Übernahme des Geldwerten Vorteils durch den Arbeitgeber.

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Tipps und Tricks zum Thema Elterngeld

Was ist Elterngeld und wer bekommt es?

Elterngeld ist wird als Fördermittel für werdende Mütter oder Väter vom Staat ausgezahlt. Bei einem maximalen Nettoeinkommen von 1.800,- €, das im Fall der Elternzeit wegfällt, werden bis zu 67% davon ausgezahlt. Geringverdiener, deren Einkommen unter 1.000,- € liegt, bekommen bis zu 100% ausgezahlt. Falls die Eltern vor der Geburt über kein Einkommen verfügten, erhalten sie 300,- € pro Monat. Je nach den Umständen ist aber auch ein Bonus für Geschwister oder Zulagen bei Zwillingen oder Mehrlingen möglich.

Wie lange bekommt man Elterngeld?

Innerhalb der ersten 14 Lebensmonate des neugeborenen Kindes kann Elterngeld in Anspruch genommen werden. Es stehen dem Vater oder der Mutter jeweils 12 Monatsbeiträge zu, jedoch können pro Elternteil maximal 12 Monate und mindestens zwei Monate Elterngeld bezogen werden. Die Elternteile können auch beide gleichzeitig das Elterngeld beziehen, es wird jedoch insgesamt nur 14 Monate ausgezahlt.

Geschwisterbonus beim Elterngeld

Wenn die Eltern neben ihrem Neugeborenen ein weiteres Kind unter zwei Jahren, zwei Kinder unter 6 Jahren oder ein Kind mit Behinderung unter 14 Jahren haben, erhalten sie einen Bonus für die Geschwister.

>> zum Elterngeldrechner

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