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Muss ich Sozialversicherungsbeiträge zahlen, bzw. erhalte ich überhaupt Leistung ?

Der Hauptgrund warum der Punkt „Sozialversicherungspflicht ja/nein“ bei angestellten Geschäftsführern oder mitarbeitenden Familienangehörigen abschließend geprüft werden muss, liegt vor allem bei der Leistungsbeurteilung wenn von Ihnen irgendwann aus der Sozialversicherung Leistung benötigt wird.

Ein Beispiel aus der Praxis macht das Problem deutlich: 

Angestellter Geschäftsführer einer GmbH verheiratete 1 Kind. Gezahlt werden Beiträge zur Sozialversicherung (SV), also für die „Leistung“ Erwerbsunfähigkeit/Berufsunfähigkeit sowie Arbeitslosengeld, Krankengeld und Hinterbliebenenschutz. In seinem Arbeitsvertrag ist geregelt, das die GmbH sein Gehalt im Krankheitsfall für 6 Wochen weiterzahlt.

Aufgrund eines schweren Ski-Unfalls wird Leistung bei den Sozialversicherungsträgern beantragt (Krankenkasse = Krankengeld und BfA = Wiedereingliederung Anschluss-Heilbehandlung Rente wegen EU/BU sowie Unfallversicherung). Die SV-Träger prüfen jetzt erst den tatsächlichen Status des Geschäftsführers. Ergebnis, der Geschäftsführer ist aufgrund seines tatsächlichen Tagesablaufs und interner Vereinbarungen zwischen der GmbH und ihm als Geschäftsführer sozialversicherungsfrei. Die Leistung wird verweigert. Auch das Arbeitslosengeld wird verweigert, als nach nach dem Unfall keine weitere Beschäftigung in der GmbH mehr möglich ist.

Gute Nachricht: Die zu Unrecht gezahlten Beiträge müssen vom SV-Träger zurückgezahlt werden, im besten Fall unbegrenzt. Das können schon mal bis zu 60.000.- € sein.

Schlechte Nachricht: Mit den jetzt bestehenden Erkrankungen bzw. Unfallfolgen ist die Absicherung über private Versicherungsverträge nicht mehr möglich!

Warum 2.016.- €  gerne zurück gezahlt werden 

Es wird sich dann immer die Frage gestellt: „warum hat mir das von denen den keiner gesagt, mein Geld haben Sie doch genommen“ Antwort des SV-Trägers: Das Geld wird Ihnen ja zurück gezahlt.

Und das tun die dann auch gerne, denn rechnen Sie einfach mal nach:

Sie zahlen max. 168.- € im Monat zur Arbeitslosenversicherung also im Jahr 2.016.- €. Im Leistungsfall also bei Arbeitslosigkeit, müssten dann pro Monat 2.296,44 € gezahlt werden, das sind 27.557,28 € im Jahr. Wenn der SV-Träger jetzt feststellt das Sie nicht Sozialversicherungspflichtig sind, spart er also 25.542,28 €.

Eine Prüfung in diesem Bedarfsfall, wird naturgemäß mit einer anderen „Motivation“ bearbeitet. Dies gilt für anderen Leistungsarten gleichermaßen.

SV rechtliche Statusfeststellung bringt Sicherheit

Wir stellen zur Herstellung der Rechtssicherheit einen umfangreichen Fragebogen zur Verfügung. Hiermit können dann die notwendigen Prüfungen in die Wege geleitet werden. Wie der Prüfungsablauf abläuft und welche Rechtsanwälte Ihnen aus unserem Partnernetzwerk zur Verfügung stehen,  erläutern wir Ihnen gerne. Das nur im „Erfolgsfall“  ein Honorar fällig wird, versteht sich von selbst.

Gerne bringen wir die benötigten „Verwaltungsakte“ für Sie auf den Weg, um zu prüfen inwieweit bei Ihnen eine Sozialversicherungspflicht besteht. Dies gilt natürlich auch für mitarbeitende Familienangehörige in GmbH´s. Rufen Sie uns einfach an, wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

Beste Grüße

Alexander Leuthner

 

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