Tag Archives: Krankentagegeldabsicherung

Krankengeld für Gesellschafter Geschäftsführer !?

Bei Info-Veranstaltungen rund um das Thema „Arbeitsvertrag für den Geschäftsführer“ bekomme ich leider immer noch oft genug die Aussage zu hören „ich als Gesellschafter Geschäftsführer (GGF) meiner GmbH brauche doch kein Krankengeld“

1. Fremdvergleich

Bei der Betrachtung von Auszahlungen (Gehalt oder auch Gewinnvorwegvergütung), stellt sich im Prüfungsfall immer die Frage des so genannten „Fremdvergleiches“. Hier wird, um es einfach auszudrücken, nur gefragt ob eine bestimmte Vorgehensweise bei einem angestellten Fremd-Geschäftsführer so auch vorgenommen würde! Also im speziellen Fall bei Krankheit, würde man trotz Regelung im Arbeitsvertrag über die 6 Wochen hinaus das Gehalt weiterzahlen?

2. VGA! Verdeckte Gewinnausschüttung

Gelder die nicht begründet ausgezahlt werden, gelten im Allgemeinen als verdeckte Gewinnausschüttung. Heißt also, ein Gehalt das trotz Regelung im Arbeitsvertrag über die 6 Wochen hinaus gezahlt wird, ist im Rahmen der Gewerbesteuer und Körperschaftssteuer nach zu versteuern. Rückwirkend natürlich mit 6 % „Strafzins“ auf die nicht gezahlte Steuer.

3. Insolvenzverschleppung

Gelder die ohne vertragliche Regelung ausgezahlt werden und dadurch im schlimmsten Fall das Unternehmen in eine finanzielle Schieflage bringen, können durchaus zur Insolvenzverschleppung beitragen, was direkte (auch strafrechtliche) Konsequenzen für den Geschäftsführer nach sich ziehen kann.

Arbeitsvertragliche Regelung muss sein

Insofern, tut eine Regelung im Arbeitsvertrag nicht weh, sondern regelt nur das was bei jedem anderen auch geregelt ist. Natürlich hat ein GGF/GF/Vorstand die Möglichkeit, dies individueller zu tun. So empfehlen wir, im Rahmen einer vorhandenen Liquidität bzw. Rückdeckung, dass die Lohnfortzahlung bei Krankheit auf 6 Monate vereinbart sein sollte.

Info an die Krankenversicherung  

Doch Achtung: Wichtig ist, das man die Krankenversicherung, privat oder gesetzlich, über die Regelung im Arbeitsvertrag informiert. Im ungünstigsten Fall, sind Diese sonst von einer Zahlung nach Ablauf der arbeitsvertraglichen Regelung befreit.

Analyse des Arbeitsvertrages

Sprechen Sie uns an, wir analysieren Ihren Arbeitsvertrag, geben Ihnen Tipps und stellen Ihnen Musterverträge zur Verfügung. Das folgende kleine Beispiel zeigt, warum dies notwendig ist:

Gehalt GGF/GF/Vorstand pro Monat 10.000.- € Brutto. Regelung im Arbeitsvertrag, 6 Wochen Lohnfortzahlung bei Krankheit (oder keine Regelung im AV, dann immer 6 Wochen). Die Krankenversicherung leistet ab der 6. Woche ca. 86.- € pro Tag = 2.580.- € Brutto Krankengeld. Zum letzten Netto, in Höhe von ca. 7.000.- € fehlen also nach dem 43. Tag pro Monat 4.420.- €!!

Die korrekte Lösung ist an einem Tag erledigt, kostet nicht einmal 100.- €

Rufen Sie mich einfach an 06074-48505-0. Ich freue mich auf Ihre Nachricht und wünsche Ihnen vor allem Gesundheit.

Beste Grüße

Alexander Leuthner

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Sieben Fehler in Anstellungsverträgen von Geschäftsführern

Welcher dieser sieben unangenehmen Fehler lauert in Ihrem Geschäftsführer-Vertrag?

Es sind immer die gleichen Punkte in den Geschäftsführerverträgen, die später zu Ärger führen können, und zwar folgende:

Fehler Nr. 1: Fehlende Eindeutigkeit. Zum Beispiel bei der Vergütung:

Aus Ihren Verträgen muss sich durch einfache Berechnungen und ohne Ermessensspielraum ergeben, ob und in welcher Höhe Ihnen eine Vergütung zusteht. Vor allem die Vereinbarung zur Lohnfortzahlung bei Krankheit gibt immer wieder Anlass zu erheblichen Streitigkeiten  (wie lange wird diese gezahlt bzw. ab wann beginnt diese, wie hoch ist diese, ist diese abgestimmt auf die Leistungen aus der gesetzlichen bzw. privaten Krankenkasse). Auch die Leistungen im Todesfall sollten eindeutig geregelt sein. Zum Beispiel: Wie lange wird das Gehalt noch weiter gezahlt, wie Hoch ist in diesem Fall noch der Tantiemen Anspruch usw.

Fehler Nr. 2:

Unklarheit über Termin der Vereinbarung. Oft wird versucht, durch nachträgliche Änderungen eine Verbesserung zugunsten der GmbH herbeizuführen. Eventualitäten regeln Sie gleich im Erstvertrag.

Fehler Nr. 3:

Fehlende Regelungen. Beispielsweise über die Aufgabenteilung bei verschiedenen Geschäftsführern. Besser: vorher regeln! Sonst haften Sie für die Taten anderer!

Fehler Nr. 4:

Ungültigkeit von Verträgen oder Vereinbarungen – beispielsweise in Ihrem Arbeitsvertrag. Was regelt die GmbH-Satzung? Das kann im Widerspruch zur aktuellen Rechtsprechung stehen.

Fehler Nr. 5:

Nicht erkennbare Ernsthaftigkeit. Finanzamt und Gerichte setzen enge Grenzen bei der Vertragsgestaltung. So manche Vereinbarung führte schon dazu, dass von Gerichten oder Finanzbehörden die Ernsthaftigkeit der GmbH insgesamt infrage gestellt wurde!

Fehler Nr. 6:

Haftungsausschlüsse, die keine sind. Manche GmbH-Geschäftsführer versuchen, in ihren Verträgen Haftungsausschlüsse zu regeln, um sich selbst besser zu schützen. Doch welche können Sie wirklich regeln? Denn nicht jede Haftung lässt sich delegieren!

Fehler Nr. 7:

Fehlende Üblichkeit – einer der häufigsten Fehler. Getroffene Vereinbarungen sind so untypisch, dass sie zweifelsohne nicht mit einem fremden Geschäftsführer getroffen worden wären. Das Finanzamt lehnt ab.

Aber: Es gibt einen Ausweg! Unser Muster-Dienstvertrag dient Ihnen im Gespräch mit Ihrem Rechtsanwalt zur Analysierung Ihrer Situation und diskussion welche Regelungen getroffene werden sollten bzw. müssten. Noch ein kleiner Hinweis, auch wenn Sie sicher einen kompetenten Steuerberater haben, Arbeitsverträge sind „rechtliche Angelegenheiten“ die nur ein Rechtsanwalt abarbeiten darf.

Herzlichst Grüßt

Alexander Leuthner

 

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Kein Kündigungsschutz und falsche Krankengeldabsicherung bei Geschäftsführern

Geschäftsführer (GF) haften als Organ einer GmbH für Fehler. So weit so kurz! Er wird durch die Gesellschafter bestellt und kann jederzeit abberufen werden.

Aktuell betreuen wir einen Fall der einmal mehr aufzeigt wie notwendig es ist, seinen Arbeitsvertrag als Geschäftsführer intensiv auf die individuelle Absicherung zu überprüfen.

Geschäftsführer Harld S. 52 Jahre alt Verheiratet 1 Kind, Jahresgehalt 125.000.- € zzgl. 20 % Tantiemen sowie Firmenwagen.

Aufgrund der Aufdeckung eines Kartellverstoßes für die ein GF haftet und den andauernden diesbezüglichen Rechtsstreitigkeiten erleidet der GF einen Zusammenbruch. Während seiner Arbeitsunfähigkeit wird der GF von den Gesellschaftern der GmbH entlassen. In seinem Arbeitsvertrag hatte der GF einen Vereinbarung, das im Krankheitsfall 6 Wochen weiter Gehalt gezahlt wird. (gesetzliche Regelung).

Da Harald S. privat Krankenversichert ist, zahlt seine Kasse den vereinbarten Tagessatz an Krankengeld aus, dies sind bei Harald S. 95.- € Brutto pro Tag bzw. 2.850.- € Brutto pro Monat. Hiervon sind als erstes seine Beiträge für die Krankenversicherung in Abzug zu bringen, pro Monat 590.- €. Dazu noch alle weiteren laufenden Kosten. Hier vor allem die Raten für das Einfamilienhaus in Höhe von monatlich 1.600.- €.  Bleiben 660.- € Netto übrig! Im Ergebnis ca. 4.500.- € pro Monat weniger als sein letztes Netto!!

1. Wichtig zu Wissen, Geschäftsführer haben keinen Kündigungsschutz! Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) abgesegnet. Eine Kündigung sei vom Geschäftsführer hinzunehmen, „auf welchen Gründen sie auch beruhen mag“, urteilte der BGH (Az.: II ZR 158/01).

2. Bei bedarfsgerechter Regelung im Arbeitsvertrag sowie bei der Krankenversicherung lassen sich zum Teil dramatische Einkommensverluste vermeiden.

3. Frühzeitig eine Regelung mit dem Versicherer treffen, das heißt bevor etwas passiert, denn: Würden Sie ein Haus versichern das schon brennt?!

Wie Sie es richtig regeln zeigen wir Ihnen gerne. Schreiben Sie uns einfach eine Mail und wir melden uns bei Ihnen oder bestellen Sie hier Ihren Gratis-Report für Geschäftsführer

Beste Grüße aus Rödermark

Alexander Leuthner

 

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Krankengeld für Sie als Geschäftsführer oder Vorstand

geschaeftsfuehrer

Viel zu oft unterschätzten Geschäftsführer das Risiko „Krankengeld“

Der geschäftliche Erfolg Ihres Unternehmens ist in großen Teilen abhängig von Ihrer Gesundheit. Darüber hinaus ist Ihre individuelle Lebens- bzw. Familiensituation aber sicher genauso abhängig von Ihnen.

Fall aus der Praxis:

Herr Max Manager 49 Jahre alt verheiratet 2 Kinder und Geschäftsführer eines mittelständigen Unternehmens mit 300 Mitarbeitern. Jahresgehalt inkl. Tantiemen in Höhe von 185.000.- €. Sein Arbeitsvertrag regelt, das im Kranheitsfall sein Gehalt für 6 Wochen weiter gezahlt wird. Danach zahlt seine gesetzliche Krankenkasse.

Würde Ihnen im Krankheitsfall – nach der 6. Woche – ein Krankengeld in Höhe von 2.580,- € Brutto ausreichen? Wenn ja, dann ist alles gut. Im übrigen, dies ist der Höchstsatz!                                                                                                                                                                                                    Herrn Max Manager und vor allem seiner Frau reicht dies nicht!

Wie hoch ist Ihr Krankengeld und ab wann zahlt wer und weiß Ihre Krankenversicherung das Sie Geschäftsführer sind?

Im Regelfall haben Sie als Gesellschafter-Geschäftsführer im Krankheitsfall Anspruch auf Lohnfortzahlung. Dies ist bzw. sollte im Arbeitsvertrag geregelt sein.  Die gesetzliche Regelung sieht 6 Wochen vor.

Schutz für Ihren Erfolg

Ist Ihr Krankentagegeld optimal auf Ihre individuelle Situation vereinbart? Ihr Rechtsanwalt sollte am besten gleich Ihren Arbeitsvertrag und Ihre Versorgung überprüfen und gegebenenfalls anpassen. Gerne zeigen Ihnen wie es sein kann und unterstützen Sie bei der Umsetzung.

Nur das Beste

Wie Sie die Regelung treffen, die für Sie und Ihre Familie vorteilhaft ist, zeigen wir Ihnen. Rufen Sie uns einfach an und bestellen Sie gleich unseren Gratis-Report für Geschäftsführer mit weiteren Tipps rund um das Thema Arbeitsvertrag für Geschäftsführer.

Beste Grüße ihr,

Alexander Leuthner

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Privatpatienten fliehen in gesetzliche Versicherung… „wegen zu hoher Beiträge“, hört hört!

Da staunt man nicht schlecht, wenn man die Artikel aus der „Welt“, „Bild“ und der „tz“ liest. Da brüsten sich doch die gesetzlichen Kassen (GKV) damit das, Zitat:  „Es gibt Tricks, mit denen wir Privatpatienten helfen können“, sagte ein Krankenkassenmanager. Die Voraussetzung sei jedoch immer, dass der Arbeitgeber einverstanden sei….“. Es geht hier darum privat Versicherte in die GKV zurück zu holen.

Das Verlassen einer privaten Krankenversicherung hat der Gesetzgeber eigentlich nur in Ausnahmefällen, etwa bei Arbeitslosigkeit oder einem Absinken des Gehalts, vorgesehen. Anderen Wechselwilligen, die den teils starken Erhöhungen der Beiträge in der Privatversicherung entgehen wollen, helfen manche Kassen aber offenbar dabei, Schlupflöcher zu finden….

Begründung ist die Beitragsentwicklung bei den Privaten Krankenkassen. Nicht das ich Missverstanden werden werde: sicher ist dies bei einer großen Anzahl der Privaten Kassen richtig. Interessant finde ich aber das mit keiner Silbe erwähnt wird das zum 01.01.2012 auch bei den gesetzlichen Kassen wieder eine Beitragserhöhung stattfand. Der Gesetzgeber hat nämlich die Beitragsbemessungsgrenze auf 3.825 € angepasst. Bedeutet, neuer Höchstbeitrag in der gesetzlichen Krankenkasse pro Monat inklusive aller Zusatzbeiträge = 752,03 € !!!

Dies gilt für diejenigen die „Beitragsbemessungsgrenze“ verdienen bzw. darüber hinaus. Also genau diejenigen die sich Privat versichern könnten.

Die Frage darf gestellt werden, „wie sieht eigentlich bei dieser gut verdienenden Personengruppe die Beitragsbemessung im Rentenalter aus?? Welche Einkommensarten sind denn dann meldepflichtig? Wie sieht denn die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 2040 aus?

Kurze Erläuterung: Bei freiwillig versicherten Rentnern, sind bis zur jeweils gültigen BBG alle Einkommensarten (7 an der Zahl) meldepflichtig und mit Beiträge zu belegen. Dies sind zum Beispiel Mieteinnahmen, Einnahmen aus Kapitaleinkünften (Zinsen und Dividenden), Einnahmen aus Betriebsrenten um nur drei zu nennen.

Hier nun ein paar Zahlen:

BBG im Jahr 1970 1.200 DEM!!   –  BBG 42 Jahre später, also ein Arbeitsleben = 3.825.- €. Mehr als 6 mal so hoch wie noch in 1970

Höchstbeitrag in der gesetzlichen Kasse 1970 98,40 DEM!!    –   42 Jahre später = 752,03 € inkl. Zusatzbeitrag und kinderlos. 15 mal so hoch als 1970. Bezogen auf den Arbeitnehmer Beitrag sind dies immerhin 7,02 % p.a.

Wo wird der Beitrag bei den gesetzlichen Kassen wohl in 2040 sein und vorallem welche Leistungen müssen dann selbst bezahlt werden weil sie nicht mehr im Leistungskatalog der GKV enthalten sind?

Entscheidend ist seit jeher die Erkenntnis, das Gesundheit ein „Gut“ ist, das Geld kostet. Eine sorgsame Auswahl eines Versicherers sowie eine Betrachtung der individuellen Situation verbunden mit einem Konzept „wie finanziere ich meine Krankenversicherungsbeiträge im Rentenalter“ schützen vor unliebsamen Überraschungen und dies egal ob ich gesetzlich oder privat versichert bin. So sind die oben genannten „Tricks“ nicht notwendig.

Beste Grüße und noch ein „gesundes“ neues Jahr.

Alexander Leuthner

***Gratis-Report*** „7 Profi Tipps für Ihren Geschäftsführer-Arbeitsvertrag“

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Zusatzversicherungen und andere hoch geistige Rankings

„Chefarzt, Brille, Akkupunktur; Zusatzversicherungen auf dem Vormarsch“, so lautete der Titel zu einem Bericht der sich mit einer Bewertung von Finanztest zum Thema Kranken-Zusatzversicherungen befasst.

Ich will gar nicht auf die Qualität der Aussagen von Finanztest eingehen, der Anspruch des Testers ist sicher schon oft genug angesprochen worden. Trodzdem will ich es nicht unterlassen darauf aufmerksam zu machen das die angesprochenen zusätzlichen Policen sicher nicht zu den existenzbedrohenden Risiken gehören. Ob ich über meinen Zusatztarif 200.- € für einen Brille alle 2 Jahre erstattet bekomme, die ich vorher mit meinen eigenen Beiträge finanziert habe ist sicher nicht Kriegs entscheidend. Der Hinweis von Finanztest auf den fast doppelt so hohen Beitrag bei den „Privaten“ für die 4 köpfige Familie im Vergleich zu einer gesetzlichen Kasse + Zusatzbeiträge zeigt aber den Anspruch diese Hauses klar auf.

Unser Thema ist speziell die betriebliche Absicherungen von Mitarbeiter und im besonderen der Inhaber. So ist es auch an der Tagesordnung, dass wir mit diesem Personenkreis zu aller erst über die existenzbedrohensten Risiken sprechen. Neben dem Risiko Tod, ist hier sicher in aller erster Linie das Krankengeld zu diskutieren. Und wenn Finanztest als Vorteil anpreist „das der Beitrag für die Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen oberhalb der Beitragssbemessungsgrenze immer der gleiche bleibt, egal wie viel man verdient“ verschweigt Finanztest,  das so selbstverständlich auch die Leistungen begrenzt sind. Natürlich zahlt ein Versicherter auch bei einem Einkommen von 150.000.- € p.a. „nur“ den Höchstbeitrag der gesetzlichen Kassen. Im Gegenzug erhält er allerdings auch nur ein Krankengeld in Höhe von Brutto 2.598,90 €. Netto bleiben da 2.276,10 €. Einfach selbst mal nach rechnen.  Krankengeld-Rechner

Da dieses Thema ab der 6. Woche zum Problem wird, also quasi sofort, ist es umso erstaunlicher das die Themen Rente (hier mit 67) Berufsunfähigkeit (hier sicher erst nach Monaten) oder, wie bei Finanztest, erst gar nicht auf den Plan kommt sondern nur alte Parolen bedient werden und sich lieber mit den Themen „Brille, Akkupunktur und den Zähnen“ befasst wird.

Diesen Punkt einmal mit der Ehefrau/Ehemann dieser Zielgruppe diskutiert und aufgezeigt das im Krankheitsfall das Gehalt in 43. Tagen, um zum Teil 70% und mehr weg fällt. Dies führt sicher dazu, das der Punkt „Beitrag“  dann nur noch zweitrangig ist.

Schade, Chance vertan. Wer testet eigentlich die Tester.

Ach ja noch ein Test. Focus Money Ausgabe 43/2011 (die letzte) Testsieger die Hallesche Krankenversicherung soweit so gut. Das lachen habe ich mir aber nicht verkneifen können, als da die Central auf Platz 2 auftaucht. Tja da hat Focus Money sicher nicht ganz aktuell recherchiert. Sind die nicht gerade gezwungen aufgrund von Fehlkalkulationen sich von Ihren Vertriebspartner und Mitarbeiter zu trennen und stellen Tarifwerke ein und haben Beitrags-Anpassungen im 2 stelligen Prozentbereich bekannt gegeben.  Man muss sich in dem Test nur die Note für die Finanzstärke anschauen, dann weiß man auch wie das mit Griechenland passieren konnte ;-).

Beste Grüße

Alexander Leuthner

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Wer „pflegt“ Produkte die nicht mehr angeboten werden?

Skandia steigt aus dem bAV-Geschäft aus

Die Skandia wird in Deutschland ab 2012 kein Neugeschäft im Bereich betriebliche Altersversorgung (bAV) mehr machen. Das bestätigte eine Sprecherin des angelsächsischen Versicherers auf Anfrage.
Als Grund für den Ausstieg nannte die Sprecherin die geplante Absenkung des Garantiezinses von derzeit 2,25 Prozent auf 1,75 Prozent Anfang Januar. „Um weiterhin attraktive Tarife für Kunden und Vertriebspartner anbieten zu können, wären sehr umfangreiche Überarbeitungen der Skandia Direktversicherung notwendig gewesen“, so die Sprecherin. „Wir haben daher beschlossen, uns auf fondsgebundene Vorsorgelösungen der ersten und dritten Schicht sowie unser Risikoprodukt Skandia Dread Disease zu konzentrieren“, sagte sie weiter. Seit Mitte der 90er Jahren bietet Skandia eine fondsgebundene Direktversicherung als bAV-Produkt an.

Laut einem bAV-Makler, der das Skandia-Produkt gut kennt, liegt das Problem woanders, nämlich am Deckungsstock für die Garantie. „Das Produkt hat eine große Schwäche. Obwohl es eine Fondslösung ist, dauert es 16 Jahre, bevor irgendwelche Gelder den Fonds zufließen. Die Einzahlungen davor sind ausschließlich für den Deckungsstock“, so der Makler, der anonym bleiben wollte. Skandia ist eher bei der privaten Altersvorsorge erfolgreich Skandia ist seit 1991 auf dem deutschen Markt aktiv und ist vor allem für seine fondsgebundene Lebensversicherung für die private Altersvorsorge bekannt. Ende 2010 lag ihr Marktanteil bei 16 Prozent. Im vergangenen Jahr zählte die Skandia 360.000 Kunden in Deutschland und verzeichnete eine Versicherungssumme von rund 12,4 Milliarden Euro. Gemessen am Neuvertragsvolumen (APE) betrug das Neugeschäft für das Jahr knapp 1,1 Milliarden Euro. Der bAV-Anteil war noch im einstelligen Bereich.

Quelle: Das Investment

Unsere Meinung: Eine perspektivische Überprüfung bestehender bAV Verträge bei der Skandia ist sicher sinnvoll. Vor allem für den Arbeitgeber!

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bAV: Angebot stimmt, Nachfrage hinkt hinterher

Bei der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) in Deutschland zeichnet sich ein gemischtes Bild ab: Obwohl etliche Unternehmen eine bAV anbieten, beteiligen sich immer noch zu wenige Arbeitnehmer. Zu diesem Schluss kommt die Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung (Aba) in einem neuen Positionspapier.

Darin wird zwar die 2002 eingeführte Entgeltumwandlung gelobt, also das Recht eines Arbeitnehmers auf eine beitragsorientierte und steuerlich geförderte Betriebsrente. Schließlich habe diese entscheidend dazu beigetragen, dass mehr als 200.000 Firmen eine bAV anbieten. „Die Entgeltumwandlung hat seinen Zweck weitgehend erfüllt“ ist als Aussage so allerdings nur die halbe Wahrheit. „Es muss weiter gehen, denn der Mangel besteht nicht so sehr in der Beteiligung der Unternehmen als vielmehr Motivation der Arbeitnehmer“.

Auf einer Tagung in Köln legte das Statistische Bundesamt Zahlen zur Verbreitung der bAV in Deutschland vor. Danach haben etwa 55 Prozent der Arbeitnehmer eine bAV – ob über eine Entgeltumwandlung oder auf anderem Weg. Das sind zwar mehr als die 38 Prozent vor Einführung der Entgeltumwandlung, aber niedriger als die 64 Prozent, von denen die Bundesregierung bisher ausging.

Was die Entgeltumwandlung angeht, ist das Potenzial bei weitem nicht ausgeschöpft. Bislang haben sich fünf Millionen Arbeitnehmer, oder 20 Prozent aller Berechtigten, für den Plan entschieden. Am häufigsten bieten Banken die Entgeltumwandlung an (61 Prozent), Schlusslicht sind Leiharbeitsfirmen mit 2 Prozent). Im Schnitt werden 1.236 Euro pro Jahr auf diesem Weg gespart.

Damit sich die bAV-Verbreitung erhöht, fordert die Aba eine stärkere steuerliche Förderung von Betriebsrenten, nannte aber keine konkreten Zahlen. Mit der Entgeltumwandlung kann ein Arbeitnehmer bis zu 4 Prozent seines Gehalts steuerfrei in eine bAV einzahlen. „Auch solle der Gesetzgeber der Betriebsrente Vorrang vor der individualisierten privaten Altersvorsorge geben und einen Maßnahmenkatalog zum deutlichen Ausbau der bAV entwickeln und umsetzen, wird gefordert.

Quelle: Das Investment

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Studie: Deutsche schätzen Notwendigkeit zur Altersvorsorge falsch ein

Jeder vierte Bundesbürger ist davon überzeugt, im Alter ohne Rücklagen aus privater oder betrieblicher Vorsorge auszukommen. Dies ist jedenfalls das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter 1.014 Deutschen durch das IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung.

Die Untersuchung im Einzelnen:

Nach Ansicht der Bürger stelle die Aussicht auf zusätzliche Alterseinkünfte vor allem ein Angebot für Besserverdienende dar. Ein weiteres Drittel der Deutschen schließe sich dieser Meinung zumindest teilweise an. Selbst unter den aktiven Sparern seien sich nur 40 Prozent wirklich sicher, nach der Berufstätigkeit den einmal erlangten Lebensstandard nur durch eigene Vorsorge halten zu können.
Die Ergebnisse zeigten, dass die Befragten einem gefährlichem Irrtum unterlägen, denn in gut zwanzig Jahren sinke die staatliche Rentenzahlung auf nur noch 40 Prozent des letzten Bruttogehalts ab. 

Oftmals zu optimistische Rentenerwartungen
So glaubte noch immer fast jeder zweite Bundesbürger, nach dem Berufsleben monatliche Rentenzahlungen von mehr als 50 Prozent des letzten Bruttogehalts zu erhalten und damit für ein auskömmliches Leben im Ruhestand sorgen zu können. Erstaunlich sei: Ausgerechnet diejenigen, die sich bereits zum Sparen verpflichtet hätten, schätzten die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung falsch ein. Jeder zweite Vorsorger glaube, später mehr als 50 Prozent des letzten Bruttogehalts als Rente zu erhalten. Dabei erreichten die gesetzlichen Leistungen dieses Niveau schon heute nicht mehr.

Steuervorteile durch Altersvorsorge nutzenDarüber hinaus herrsche bei vielen Deutschen Unklarheit über die aktuellen Anpassungen bei der Rentenhöhe. So sinke das Niveau gesetzlicher Alterszahlungen bis 2030 stufenweise auf nur noch 40 Prozent des letzten Bruttogehalts ab. Dennoch glaubten insgesamt zwei Drittel der Deutschen, auch in Zukunft mehr als diesen Betrag ausbezahlt zu bekommen.
„Zur Schließung der Versorgungslücke im Alter ist die zusätzliche Vorsorge daher unumgänglich. Rund 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens sind in der Regel für ein auskömmliches Leben im Ruhestand notwendig“, betonten die Experten. „Dabei können Sparer in vielen Fällen ihre Aufwendungen zur Altersvorsorge steuerlich geltend machen.“  So ist zu Beispiel die betriebliche Altersvorsorge mit die effektivste Form zusätzlich vorzusorgen.

Quelle: VM

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Konzerne versichern:Die Firma gibt, was die Krankenkasse nicht zahlt

Betriebliche Zusatzpolicen bieten Unternehmen Chancen im Wettbewerb um gute Mitarbeiter. Anbieter entwickeln dafür spezielle Tarife. Bisher sind aber erst wenige private Krankenversicherer in dem Segment aktiv. 

Arbeitgeber, die auf Anreize wie einen Firmenwagen setzen, müssen umdenken: Für viele Angestellte und Arbeiter ist es attraktiver, wenn ihnen das Unternehmen ermöglicht, beim Arzt wie ein Privatpatient behandelt zu werden. 59 Prozent der Arbeitnehmer, die gesetzlich versichert sind, finden eine vom Arbeitgeber finanzierte Zusatzpolice wichtig, nur 30 Prozent einen Dienstwagen. Das zeigt eine Umfrage im Auftrag der AXA. Während die betriebliche Altersversorgung gerade durch die politische Förderung eine feste Größe geworden ist, fristet die betriebliche Krankenversicherung noch ein Schattendasein. Nur eine Minderheit der Unternehmen bietet Mitarbeitern eine Aufstockung der Krankenversicherung an.
„Es gibt derzeit noch eine sichtbare Diskrepanz zwischen der Aufgeschlossenheit für das Thema und der Umsetzung“, weiß Matthias Becker, Partner und Krankenversicherungsexperte beim Berater Boston Consulting Group (BCG). Bei vielen DAX-Konzernen sei das Thema etabliert, während von den großen mittelständischen Firmen lediglich 15 bis 20 Prozent betriebliche Krankenversicherung anböten. „Aber weit mehr als 50 Prozent der Personalleiter halten das Thema für strategisch relevant.“
Krankenzusatzpolicen vom Arbeitgeber haben Konjunktur:
Die Nachfrage habe in den vergangenen Jahren merklich angezogen. Die Unternehmen suchen neue Möglichkeiten, im Wettbewerb um gute Fachkräfte zu punkten. „Bei den Sonderleistungen ist die Krankenversicherung ein attraktiver Baustein.“ Bislang sind erst wenige private Krankenversicherer (PKV) in dem Segment unterwegs, darunter Arag, Axa, DKV, Gothaer, Hallesche, R+V und Süddeutsche Kranken – sowie seit dem 1. Juli auch die Allianz. Sie bietet Firmen spezielle Policen an – zunächst im Pilotvertrieb. „Wir arbeiten dabei mit ausgewählten Agenturen und Maklern zusammen“, sagt ein Sprecher. Der Versicherer ist Marktführer in der betrieblichen Altersversorgung und will nicht länger der Konkurrenz das zweite große Feld der Vorsorge überlassen. „Bei den Personalverantwortlichen wächst das Bewusstsein für die Chancen der betrieblichen Krankenversicherung“, weiß Michael Kurtenbach, Vorstandschef der Gothaer Kranken. Die Tatsache, dass der Kölner Versicherer in den vergangenen Jahren in der Zusatzversicherung deutlich stärker als der Markt gewachsen ist, führt Kurtenbach auch auf das Belegschaftsgeschäft zurück. „Es hat sich für uns zu einem richtigen Wachstumsfeld entwickelt.“
Die Gothaer hat fürs Belegschaftsgeschäft spezielle Produkte entwickelt. Der Unterschied zu Individualpolicen: Wegfall der Wartezeiten, erleichterte Gesundheitsprüfung, geringere Beiträge. „Wir gehen davon aus, dass wir im Belegschaftsgeschäft eine gute Risikomischung haben“, sagt Kurtenbach. Außerdem sind die Tarife anders als sonst in der PKV ohne Alterungsrückstellungen kalkuliert. Die Prämien werden entweder vom Unternehmen bezahlt, vom Mitarbeiter oder von beiden zusammen. „Ein interessanter Ansatz ist auch, wenn der Arbeitgeber die Police im ersten Jahr finanziert und der Mitarbeiter dann entscheidet, ob er sie fortführt.“ Das fördere eine schnelle und hohe Durchdringung in der Belegschaft. In einem Pilotprojekt bei einem Kunden habe kaum jemand die Police nach dem Jahr gekündigt, sagt Kurtenbach.
Uwe Jüttner, Krankenversicherungsexperte beim Makler AON, favorisiert die arbeitgeberfinanzierte Variante. Bei solchen Rahmenverträgen verzichteten die Versicherer auf die sonst übliche Gesundheitsprüfung. „Das ist ein erheblicher Vorteil.“ Ihn bieten manche Krankenversicherer nach eigenen Angaben auch beim Abschluss über die Mitarbeiter – wenn genügend mitmachen.
Um der betrieblichen Krankenversicherung zu einem Schub zu verhelfen, seien klare Regeln für die Besteuerung notwendig, betont Jüttner. Der Gesetzgeber sollte wie bei der betrieblichen Altersversorgung steuerliche Anreize setzen. „Wir brauchen die Pauschalbesteuerung“, sagt er.
Die Axa ist seit Anfang 2010 in dem Segment aktiv. „Als bedeutender Industrie- und Gewerbeversicherer müssen wir den Firmen auch in der Krankenversicherung etwas anbieten können“, sagte Michael Haas, Leiter betriebliche Krankenversorgung. „Auf diesem Feld können Arbeitgeber effektiv etwas für ihre Mitarbeiter tun.“ Axa setzt einen Schwerpunkt bei der arbeitgeberfinanzierten Variante. Gerade die Ungewissheit vieler Menschen über die Entwicklung der gesetzlichen Krankenversicherung und ihres künftigen Leistungsumfangs erhöhe das Interesse an Zusatzversicherungen, sagt Haas. „Es handelt sich noch um ein junges Geschäft, aber ich sehe gute Wachstumschancen.“
Die Kölner Messegesellschaft bietet ihren Mitarbeitern schon länger Zusatzversicherungen für Zahnersatz und Chefarztbehandlung sowie Zwei-Bett-Zimmer im Krankenhaus an. „Man braucht Benefits, mit denen man sich von anderen Arbeitgebern abheben kann“, sagt Martin Wollziefer, Personalleiter der Kölnmesse. Das Unternehmen trägt die vollen Kosten für die Policen. „80 Prozent der gesetzlich versicherten Mitarbeiter haben das Angebot angenommen“, sagt Wollziefer.
Für die Belegschaft sei das Angebot inzwischen eine Selbstverständlichkeit. „Es würde Ärger geben, wenn wir es nicht mehr machen würden.“ Die Bindewirkung einer solchen Zusatzpolice sollte zwar nicht überschätzt werden, sagt der Personalchef. „Ich bin aber der Meinung, dass die Gesundheitsversorgung zu den Themen gehört, um die sich ein Arbeitgeber kümmern sollte.“
Berater Becker von BCG glaubt an den Siegeszug des Belegschaftsgeschäfts. Bei der zu erwartenden Umorganisation der Krankenversicherung sei eine mittelfristig wahrscheinliche Variante eine Grundversorgung mit stark reduzierten Leistungen. Sie müssten durch Zusatzversicherungen ergänzt werden. „In allen Märkten, in denen ein Wechsel stattgefunden hat und das gesetzliche System den Deckungsumfang reduziert hat, hat sich der Privatmarkt in Richtung Firmengeschäft verlagert“, sagt Becker. Bestes Beispiel seien die Niederlande. Seit der Umstrukturierung Anfang 2006 haben die Individualpolicen dort im steigenden Zusatzgeschäft an Bedeutung verloren, berichtet er. „Heute ist fast die Hälfte der Policen an den Arbeitgeber gebunden.“
  • Aus der FTD vom 20.09.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,

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