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IWF Studie: Hohes Lebensalter treibt Deutschland in die Pleite

Regierung und Bürger sind nicht auf die steigende Lebenserwartung vorbereitet. Nach IWF-Berechnungen fehlen bis 2050 allein in Deutschland mehr als zwei Billionen Euro. Von Tobias Kaiser

Interessanter Artikel in „der Welt“

http://www.welt.de/wirtschaft/article106173855/Hohes-Lebensalter-treibt-Deutschland-in-die-Pleite.htm

Beste Grüße ihr,

Alexander Leuthner

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Was versteht man unter einem Ehegattenarbeitsvertrag?

Was versteht man unter einem Ehegattenarbeitsvertrag und wie wird dieser (sozial)versicherungsrechtlich behandelt

Vorteile des Ehegatten-Arbeitsvertrag

Gerade Inhaber von Klein- und Mittelbetrieben sowie Freiberufler werden häufig von den mitarbeitenden Ehepartner unterstützt. Dadurch ist in vielen Fällen die Einstellung einer „fremden“ Arbeitskraft nicht erforderlich und der Ehegatte trägt somit als Arbeitnehmer zum geschäftlichen Erfolg bei.

Steuer- und Sozialversicherungsrecht bieten für die Beschäftigung des Ehegatten interessante Gestaltungsmöglichkeiten, die zu Einkommens- und ggf. Gewerbeertragsteuerersparnissen führen können und sogar eine bessere Versorgung im Krankheitsfall und im Alter ermöglichen. Immerhin mindert ein „400.- € Job“ den Betriebsgewinn um 6.240.- € p.a.

Die folgenden Informationen sollen einen Einstieg in das Thema bieten.

Die rechtliche Sicht

Als Selbständiger/Freiberufler wird mit dem Ehepartner ein schriftlicher Arbeitsvertrag geschlossen. Neben Gehalt sind Arbeitszeit inkl. Urlaub sowie eine genaue Beschreibung des Arbeitsinhaltes zu regeln.

Achtung: Bei mitarbeitenden Ehepartner von Geschäftsführern einer GmbH, sollte eine „sozial-versicherungs-rechtliche Statusfeststellung“ vorgenommen werden.  

Die sozialversicherungsrechtliche Sicht

Pauschal sozialversicherungspflichtig sind Beschäftigungen des Ehegatten, die geringfügig sind und nicht neben einer anderen Beschäftigung ausgeübt werden. Die Geringfügigkeit ist gegeben, wenn das monatliche Arbeitsentgelt nicht höher als 400,00 € ist und die wöchentliche Arbeitszeit unter 15 Stunden liegt.

Bis zu einem Verdienst von 400,00 € trägt der Arbeitgeber die pauschalen Beiträge zur Sozialversicherung in Höhe von 30 %. Erst bei Überschreiten dieser Verdienstgrenze tritt die Sozialversicherungspflicht (Kranken-, Pflege,-Renten- und Arbeitslosenversicherung) ein. Zwischen 401 .- € und 800.- € liegt der Midi-Jobbereich. Hier sind die Beiträge zur Sozialversicherung geringer.

Besonderheiten

Der voll sozialversicherungspflichtige Ehegatte kann seine gesetzliche Krankenversicherung (GKV) im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten frei wählen.

Um „Scheinarbeitsverhältnisse“ zu verhindern, sind die Prüfungen zur Anerkennung der Ehegattenarbeitsverträge in den letzten Jahren erheblich verschärft worden. Deshalb ist dringend zu empfehlen, dass sämtliche Vereinbarungen schriftlich fixiert und in der Praxis auch tatsächlich erfüllt werden.

Die steuerliche Sicht

Der Arbeitsvertrag muss auch für das Finanzamt schriftlich festgehalten und ernsthaft eingehalten werden. In allen Punkten muss die Gleichbehandlung des Ehepartners mit ggf. anderen Arbeitnehmern des Betriebes gewahrt sein. Es ist ein Lohnkonto einzurichten. Bei geringfügig Beschäftigten (siehe unter „Die sozialversicherungsrechtliche Sicht“) ist der Arbeitslohn steuerfrei (falls keine weiteren Einkünfte vorliegen), das gilt bis zu einem Einkommen von 400,00 €. Liegt das regelmäßige Einkommen höher, ist es nach der Lohnsteuertabelle individuell zu versteuern.

Das Einkommen des Ehegatten sollte sich an einer vergleichbaren tariflichen, bzw. ortsüblichen Vergütung orientieren. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Arbeitslohn Betriebsausgabe ist. Damit gilt bei positiven Einkünften: Steigender Lohn führt zu steigenden Betriebsausgaben und zu sinkender Steuerbelastung.

Durch die Einstellung und um mögliche Komplikationen mit dem FA und der Krankenkasse aus dem Wege zu gehen, sollte etwas mehr als die 400 € gewählt werden, da beide den Vertrag prüfen, ob er nur zum Schein angelegt wurde. Aus unserer Erfahrung heraus etwa 700 €. Ein weiterer Vorteil ist, dass eine Altersvorsorge über das Unternehmen für den Ehepartner möglich ist die in hohem Maße effektiv ist.

Senden Sie uns einfach eine E-Mail und wir stellen Ihnen gerne einen Muster Ehegattenarbeitsvertrag zur Verfügung. Mail an info@leuthner-consulting.de und in den Betreff Ehegattenarbeitsvertrag eintragen. Gerne erstellen wir Ihnen auch eine Muster-Berechnung der individuelle Auswirkung auf den Betriebsgewinn, die hieraus erzielte Steuerersparnis sowie die Ansprüche an die Sozialversicherung (Rente, Krankengeld, Arbeitslosengeld, Pflege).

Beste Grüße,

Alexander Leuthner

 

 

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