Tag Archives: betriebliche Absicherungskonzepte

Leuthner-Consulting im „Squaire“

The Squaire

Zentralster Service im „New Work City“ Frankfurt a. M.

Seit dem 01. Januar 2013 stellt die Leuthner-Consulting Ihren Mandanten einen weiteren Service Point zur Verfügung. Im zentralsten Business Center Deutschlands dem „Squaire“ am Frankfurter Flughafen, oder auch „New Work City“ genannt, kann dem Wunsch unserer Mandanten nach „kurzen Wegen“ deutlich entgegen gekommen werden. Die Anreise steht somit über alle Verkehrsmittel, ob Auto, Zug oder Flugzeug kurz und schnell planbar und somit zeitsparend zur Verfügung. Zusätzlich steht im benachbarten Hilton Hotel eine adäquate Übernachtungsmöglichkeit zur Verfügung.

Kontakt:

Leuthner-Consulting GmbH & Co. KG

THE SQUAIRE 12

Am Flughafen
 60549 Frankfurt a. M.

Tel.: +49 69 95 93 25 100
 Fax: +49 69 95 93 25 200

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Versorgungsordnung, warum?

Immer wieder hören wir die Frage während der Erstellung von betrieblichen Versorgungskonzepten, Versorgungsordnung? brauchen wir den so etwas?

Ein Beispiel bringt „Licht“ ins Dunkel.

Mal angenommen Sie beauftragen einen Installationsbetrieb zur Erneuerung der elektrischen Anlagen Ihres Betriebes. Hier werden Sie in aller Regel, sehr deutlich beschreiben das zum Beispiel die Lichtschalter auf gar keinen Fall niedriger als 105 cm zu platzieren sind, die Steckdosen unter gar keinen Umständen mittig im Raum platziert werden dürfen, die Lampen den Anforderungen der Berufsgenossenschaft entsprechen müssen und das ein „BUS“ System zur zentralen Steuerung gewünscht ist. Im Anschluss erstellt der Fachmann des Elektrohandwerks  Ihnen ein Angebot und überreicht hiermit auch seine AGB´s. Hierin zeigt er vor allem auf, was er nicht leisten kann und will, natürlich auch für was er nicht haftet. Zum Beispiel für zusätzliche Anforderungen die aus behördlichen Auflagen enstehen, die erst im Nachhinein zum tragen kommen. Er grenzt also sein Risiko ein.

Wie sieht eigentlich so eine betriebliche Altersvorsorge aus?

Grundsätzlich ist die betriebliche Altersvorsorge gesetzlichen Regelungen unterworfen, die für den Arbeitgeber im Rahmen seiner „Fürsorge-Verpflichtung“ Gültigkeit haben. Die Auslagerung der Versorgung auf einen Versicherer ist dann das übliche Vorgehen. Das Unternehmen schließt einen Vertrag mit einem Versicherer ab, zu Gunsten des Mitarbeiters und deren Familien. Die Prüfung dieses Vertrages zwischen Unternehmen und Versicherer, obliegt dem Arbeitgeber, da er Versicherungsnehmer ist und  Teile der Vergütung für geleistete Arbeit des Mitarbeiters einfließen. Im Arbeitsvertrag wird dies dann ergänzend so mit dem Mitarbeiter vereinbart. Kurz um, der Arbeitgeber haftet für den „umgewandelten“ Lohn, für den der Mitarbeiter ja Arbeitsleistung erbracht hat.

In den meisten Fällen ist der Anspruch des Mitarbeiters an den Arbeitgeber deutlich höher als an den Versicherer!

Jetzt zur Praxis: In vielen Fällen ist es bei den Versorgungen auf die wir stoßen so, das alles irgendwie und irgendwann einmal entstanden ist aber eigentlich keiner mehr weiß warum und schon gar nicht wie die Regelungen zwischen Arbeitgeber, Arbeitnehmer und natürlich dem Versicherer aussehen. Mitarbeiter sind gekommen haben Verträge mitgebracht, Mitarbeiter sind gegangen und haben dies auch mitgenommen. Mehrere Versicherer sind historisch im Unternehmen und oder wir lassen den Mitarbeiter die Entscheidung ob und bei welcher Gesellschaft etwas gemacht wird. Das sind nicht selten die einzigen Infos die präsent sind. Nun muss man wissen, das der Anspruch des Mitarbeiters an die Versicherer der Betriebsrenten, in den meisten Fällen deutlich geringer ist als der Anspruch an den Arbeitgeber.  Dies regeln die Versicherer  so, in Ihren AGB`s.  Das heißt, das der Versicherer nur für die aus seinen AGB´s entstandenen Werte gerade steht! Welche Werte stehen in den Betriebsrentenverträgen in Ihrem Unternehmen?

Was will das Unternehmen nicht?

Vor allem keinen Ärger. Schon gar nicht, weil ja eigentlich hinter dem Gedanken „Betriebsrente“ ein positiver Grundgedanke des Arbeitgebers steht. „Seht her liebe Mitarbeiter, ich tue etwas für Euch“ :-) Also sollte klar geregelt sein was auf gar keinen Fall geht und dies natürlich rechts-sicher.

Fragen wie zum Beispiel:

  1. welchen Durchführungsweg ist für mein Unternehmen der Attraktivste
  2. muss der Arbeitgeber eigentlich jeden Vertrag übernehmen den ein neuer Mitarbeiter mitbringt
  3. wer zahlt eigentlich bei längerer Arbeitsunfähigkeit die Beiträge zur Betriebsrente weiter
  4. warum sollte sichergestellt sein, das Sie auf jeden Fall weitergezahlt werden
  5. wer kriegt eigentlich die Ansprüche aus der Betriebsrente im schlimmsten Fall also bei Tod und wer nicht
  6. wie sieht es mit der Wertgleichheit aus
  7. welche Kosten sind akzeptabel und welche nicht
  8. wer bekommt eigentlich keine Betriebsrente und warum nicht
  9. wer überwacht die Regelungen etc. etc.

Dies sind nur einige Punkte, die  aber sicher verdeutlichen warum der Elektriker seine AGB´s formuliert.

Nehmen Sie die Zeit und lassen Sie sich eine Versorgungsordnung (Ihre AGB´s) erstellen. Wie so etwas aussehen kann und wer diese dann rechts-sicher für Ihr Unternehmen erstellt zeigen wir Ihnen gerne.

Beste Grüße

Alexander Leuthner 

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Alltag schlägt „Herz“ !!

Alltag schlägt „Herz“, so oder so ähnlich könnte man den heutigen Fall benennen.

Der heutige Fall aus unserer Praxis, zeigt einmal mehr wie existenziell wichtig es ist, sich regelmäßig mit der eigenen Risikosituation zu befassen und nicht der Annahme zu unterliegen, „ich hab ja einen Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, die werden mir schon was sagen wenn was zu tun ist“.

Der Fall:

Geschäftsführer (GF) angestellt in einem mittelständigen Familienunternehmen aus der Automobil Zulieferer-Industrie. 180 Mitarbeiter, gut laufende Geschäfte. Der angestellte Geschäftsführer (48) ist mit der Tochter des Inhabers verheiratet. Im Jahre 1999 wurde dem Schwiegersohn eine Rentenzusage erteilt. Ab Rentenbeginn zahlt das Unternehmen an den GF 30 % Rente aus den letzten aktiv Bezügen!. Zusätzlich enthalten in der Zusage sind, 70 % Witwenrente, zugunsten der Tochter des Inhabers! Basis der Zusage im Jahr 1999 war ein Gehalt von damals 9.500.- DM. Also monatliche Rente ab Rentenbeginn 2.850.- DM, Witwenrente daraus 70 % = 1.995.-DM! Es wurde eine Rückdeckungsversicherung bei Gerling als Kapitallebensversicherung abgeschlossen. Diese leistet garantiert 267.522,33.- DM (136.782.- €)!! Es werden Sozialversicherungsbeiträge zur Rente sowie zur Arbeitslosenversicherung entrichtet!!

Die Prüfung:

Kundenkontakt zu uns erstmals im November 2010. Kunde suchte aufgrund einer Beitragsanpassung seiner KV nach Optionen. Im Rahmen unserer Prüfung stellten wir als erstes die Höhe des Krankengeldes bzw. den Ist-Stand fest. Ab dem 43. Tag  76,67.- € also 2.300,01 € pro Monat!!, Wir erhielten dann den Arbeitsvertrag des GF sowie die Unterlagen zur Versorgung über das Unternehmen. Die aktuelle Situation stellte sich dann wie folgt dar: Das Gehalt lag mittlerweile in 2010 bei 11.250.- € !! Die bestehende Rückdeckungsversicherung wurde seit her nie angepasst oder verändert und dies trotz jährlicher Erstellung eines versicherungsmathematischen Gutachtens durch den Steuerberater bzw. eine weltweit tätige große Wirtschaftsberatungskanzlei mit Sitz in Frankfurt am Main. Kosten für die Gutachten jährlich 950.- € =12.350.- €

Das Ergebnis:

Aufgrund des deutlich veränderten Gehaltes, stieg aus der Rentenzusage s.o., natürlich auch der Rentenanspruch. Jetzt ab Rentenbeginn 3.375.- € pro Monat und 2.362,50.- € Witwenrente! Zusätzlicher Kapitalbedarf, nach neuem Gutachten 705.000.- €. 1. Alternative, Auflösung der Zusage sowie der bilanziellen Rückstellungen und damit verbunden eine deutliche Steuernachzahlung.  2. Alternative: Zusage auf den so genannten erdienten Renten-Teil (Past/Future-Service) reduzieren. Notwendiger Einmalbetrag ca. 275.000.- €. Höhe der neuen Rentenansprüche nur noch ca. 1/3 der alten Zusage.

Es wird weiter begutachtet, dass keine Sozialversicherungspflicht besteht. Also jährlich 15.187,44 € zu Unrecht und ohne Leistungsanspruch gezahlt wurden. Diese können auf Antrag für die vergangenen min. 4 Jahre zurück erstattet werden = 60.749,76 €. Es folgt die dringende Empfehlung an alle Beteiligten hier umgehend zu Handeln, umso schnell als möglich die alternative Absicherung zu beauftragen. Mehrfach wurde hierzu über Monate auch bei dem Steuerberater um Abwicklung ersucht. Alle möglichen Argumente gab es, warum jetzt gerade keine Zeit dafür sei.

Der Anruf:

Im Juli 2012 also nach gut 20 Monaten Bearbeitungszeit, wurden wir von dem GF angerufen. Er teilte uns mit, das er im Rahmen von Ermüdungssymtomen untersucht wurde und ein Herzklappen-defekt festgestellt wurde, der akut operativ behandelt werden muss. Eine Leistungspflicht für die notwendige Anschlussheilbehandlung wird durch die BfA nicht anerkannt. Ob die private KV leistet muss erst geprüft werden. Eine Anpassung der notwendigen Krankengeld Leistungen ist jetzt ausgeschlossen. Ebenfalls ist keine Absicherung gegen Berufsunfähigkeit mehr möglich. Eine Leistungspflicht der gesetzlichen Rente für eine eventuelle Erwerbsunfähigkeit besteht nicht. Zumindest besteht der Anspruch auf Rückzahlung der zu Unrecht entrichteten Beiträge an die Sozialversicherung.

Das Fazit:

Auch wenn ein Unternehmer bzw. Führungskraft, sicher täglich Entscheidungen zum Wohl des Unternehmens treffen muß und der Alltag voll ist, mit Dingen die zu erledigen sind, bleibt die Frage „was gibt es wichtigeres als die Absicherung der eigenen Gesundheit und damit die finanzielle Absicherung der Familie?“

Schieben Sie diese Art von Entscheidung nicht vor sich her. Nehmen Sie sich die Zeit, sie ist mehr als sinnvoll investiert. Prüfen Sie Ihren Arbeitsvertrag, Ihren Versicherungsstatus und Ihre Ansprüche und handeln Sie jetzt.

Wir prüfen Ihren Arbeitsvertrag und Ihren Status. Rufen Sie uns einfach an.

Beste Grüße Ihr,

Alexander Leuthner

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