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Unbegrenzte Arbeitgeberhaftung wenn der Arbeitnehmer ins Ausland reist?

Vorsicht vor der Arbeitgeberhaftung nach § 17 SGB V wenn der Arbeitnehmer ins Ausland reist

Hinweis bei Auslandstätigkeit:
Schickt ein Arbeitgeber seine Arbeitnehmer (auch Geschäftsführer/ Vorstand) nur für einen Tag auf Reisen in das Ausland (betriebliche Veranlassung), dann haftet der Arbeitgeber nach dem § 17 II Sozialgesetzbuch (SGB) V für alle Kosten im Zusammenhang mit krankheits- und unfallbedingten Aufwendungen dieser Arbeitnehmer unbegrenzt. Diese Regelung gilt auch für mitreisende Angehörige und Kinder.

Übernahme durch Krankenkassen:
Nach dem § 17 II Sozialgesetzbuch V (SGB) hat die die Krankenkasse dem Arbeitgeber die ihm nach Absatz 1 entstandenen Kosten bis zu der Höhe zu erstatten, in der sie ihr im Inland entstanden wären.Der Erstattungsanspruch des Arbeitgebers gegenüber der gesetzlichen als auch der privaten Krankenversicherungen beschränkt sich also nur auf die in Deutschland zu zahlenden Leistungen bzw. die im Tarif verankerten Ansprüche.

Wichtiger Hinweis:
Die normale Auslands-Reisekrankenversicherung ist regelmäßig beschränkt auf eine Urlaubsreise und wird in diesen Fällen NICHT eintreten, da es sich hier um betriebsbedingte Auslandsaufenthalte handelt.
Arbeitgeber, die hiervon regelmäßig betroffen sind, sollten auf das Risiko anlässlich der Reisekostenbuchungen und auf mögliche spezielle Zusatzversicherungen zur Vermeidung der unbegrenzten Arbeitgeberhaftung hingewiesen werden.

 

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