Tag Archives: Altersvorsorge

Sehr bemerkenswerte Aussage vom Erfinder der Basisrenten!

Bernd Rürup: Betriebliche Altersversorgung vor einer Renaissance

Als einer der Hauptreferenten beim AssCompact Wissen Forum bAV 2011 sprach Professor Dr. Dr. h.c. Bert Rürup, ehemaliger Wirtschaftsweiser und Mitglied des Vorstands der MaschmeyerRürup AG, vor den über 700 angereisten Fachbesuchern über eine bevorstehende Renaissance der bAV: Die globale Finanzkrise des Jahres 2007/08, die nachfolgenden tiefen Rezessionen in den meisten Industrieländern, die Staatsschuldenkrisen diesseits und jenseits des Atlantiks und das jüngste Schreckgespenst erneuter Rezessionen in Volkswirtschaften rund um den Globus haben bei nicht Wenigen Zweifel an einer Reihe ökonomischer Gewissheiten aufkommen lassen – so etwa an der herrschenden neoklassischen Wirtschaftstheorie, der Effizienz von Kapitalmärkten oder dem Sinn der Globalisierung. Es überrascht daher nicht wirklich, dass zehn Jahre nach der großen Rentenreform des Jahres 2001 die Sinnhaftigkeit des doppelten rentenpolitischen Paradigmenwechsels in Frage gestellt wird. Durch die Reformen 2001 und 2004 wurde ein bereits 1997/98 von Norbert Blüm eingeleiteter Regimewechsel in der Rentenpolitik abgeschlossen. Norbert Blüm war der erste Sozialminister, der Beitragssatzobergrenzen –

nämlich 24% bis 2030 – in einem Rentenreformgesetz 1998 festschreiben ließ. Dieser von Walter Riester weiter voran getriebene Wechsel der rentenpolitischen Strategie bestand in einem gleitenden Umbau der gesetzlichen Rentenversicherung von einem „Defined Benefit-System“, bei dem kein festes Rentenniveau vorgegeben ist, sondern nur noch ein Mindestsicherungsniveau. Dieses Mindestsicherungsniveau liegt derzeit bei 46% bis 2020

und bei 43% bis 2030, und die Beitragssatzobergrenzen liegen bei 20% bis 2020 und 22% bei 2030. Mit diesem Umstieg von einer der Ausgabenentwicklung folgenden Einnahmepolitik zu einer an einem vorgegebenen Einnahmepfad orientierten Ausgabenpolitik wird die gesetzliche Rentenversicherung in der längeren Frist zu einer

Basisversorgung. Der historische Verdienst Walter Riesters war nicht, die Sparpolitik seines Vorgängers fortgesetzt zu haben, sondern bestand darin, die Möglichkeit eröffnet zu haben, die im Interesse einer Dämpfung der Beitragsdynamik unvermeidlichen Leistungsrücknahmen durch generös subventionierte private und/oder betriebliche Renten kompensieren zu können. Dieser Rückbau des Umlagesystems und der Ausbau

kapitalgedeckter Systeme sei – so das Argument der Kritiker – im Lichte der jüngsten Krisen an den Finanzmärkten eine revisionsbedürftige Fehlentwicklung. Fakt ist und bleibt aber, dass sich in den letzten 40 Jahren – Finanzkrise hin, Finanzkrise her – nicht nur in Deutschland, sondern auch in einer ganzen Reihe anderer Länder die demografischen und ökonomischen Rahmenbedingungen irreversibel geändert haben.

Hohe Effizienz der bAV

Deutschland setzte mit dem Altersvermögensgesetz aus dem Jahr 2001 beim Ausbau der ergänzenden kapitalgedeckten Altersvorsorge in erster Linie auf die private Vorsorge, die Riester-Rente, und weniger auf die betriebliche Altersversorgung (bAV). Dies ist insoweit überraschend, da die Effizienz der betrieblichen und damit kollektiven Versorgung in der Tendenz höher ist als die der individuellen privaten Vorsorge. Überraschend ist dies

aber auch deshalb, da die bAV in Deutschland wie in kaum einem anderen früh industrialisierten Land auf eine lange Tradition zurückblicken kann. Denn die Anfänge der betrieblichen Altersversorgung bei uns können in den Beginn des 19. Jahrhunderts datiert werden. Die 1960er und die frühen 1970er Jahre, in denen das Vollbeschäftigungsziel der Bundesregierung bei einer Arbeitslosenquote von unter 1% lag, die Arbeitgeber Prämien für Auszubildende – damals „Lehrlinge“ – zahlten und man sich in der Wissenschaft Gedanken über die Probleme der Überbeschäftigung machte, gelten als die „goldenen Jahre“ der bAV in Deutschland. Heute, 50 Jahre später, gibt es gute Argumente dafür, dass die bAV

vor einer neuen Periode „goldener Jahre“ steht. Die seit einiger Zeit geführte Debatte um einen – bislang eher vermeintlichen denn tatsächlichen – Fachkräftemangel ist ein Prädiktor dafür. Die demografische Entwicklung, die in der langen Frist trotz der Rente mit 67 wachstumsdämpfend wirkt, macht sich zur Zeit positiv auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar und es erlaubt, das Wort „Vollbeschäftigung“, d.h. eine bundesdurchschnittliche

Arbeitslosenquote von unter 4% in den Mund zu nehmen. Denn nach aktuellen Berechnungen des IAB ist bis 2020 mit einem Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials von 1,8 Millionen und allein in den folgenden fünf Jahren bis 2025 mit weiteren 1,8 Millionen zu rechnen…

Quelle: AC

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Demografischer Wandel: Betriebliche Altersversorgung wichtiger

06.09.2011 – Die betriebliche Altersversorgung (bAV) gewinnt durch den demografischen Wandel für Unternehmen deutlich an Bedeutung. Das ist das Ergebnis einer Studie von Towers-Watson, die gestern in Frankfurt vorgestellt wurde. Dabei geht es vor allem um Mitarbeiterbindung und -gewinnung. Unternehmen, die sich frühzeitig auf den demografischen Wandel einstellen, können die bAV in zweifacher Hinsicht nutzen.

„Einerseits kann sie einen frühen Ausstieg aus dem Erwerbsleben finanziell unterstützen, wenn Mitarbeiter ihre Tätigkeit, beispielsweise aufgrund einer großen körperlichen Belastung, nicht bis zum Rentenalter ausüben können. Andererseits kann sie auch so gestaltet werden, dass sie beispielsweise Wissensträger motiviert, auch über das Ruhestandsalter hinaus zu arbeiten“, erläuterte Thomas Jasper, Leiter Retirement Solutions bei Towers Watson und Autor der Studie.

Bereits in einer früheren Studie hatten 90 Prozent der Personalmanager die Bedeutung der bAV für die Personalplanung betont. Nur in 41 Prozent der Unternehmen ist die proaktive Auseinandersetzung mit dem demografischen Wandel in der Geschäftsleitung verankert, rügten die Autoren der Studie.

Wandel trifft Deutschland früh
Dabei tritt nach Einschätzung der Analysten der demografische Wandel in Deutschland früher ein, als in anderen Ländern. So sind heute rund 20,5 Prozent alle Einwohner in Deutschland über 65 Jahre. Im Jahre 2050 werden es schon rund 32,5 Prozent sein, so die Prognose. Im gleichen Zeitraum steigt der Anteil in Europa von 16,3 auf 27,40 Prozent und in den USA von 13 auf 21,6 Prozent. Allein in Japan gibt es mit 37,8 Prozent über 65-jährige noch mehr Alte als in Deutschland. Dramatisch werden auch die Beschäftigtenzahlen zurückgehen. Stehen heute noch 44,3 Millionen Menschen in Lohn und Brot, werden es 2050 nur noch 27,6 Millionen sein. Eine Zuwanderung ist daher unerlässlich. Wandern jährlich 300.000 zu, liegt die Zahl der Erwerbstätigen im Jahre 2050 immerhin noch bei 39,4 Millionen Menschen.

Quelle:

VM, Autor(en): Uwe Schmidt-Kasparek

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BAV: Versicherungstrio bietet Direktversicherung für Apotheker

Die Versicherungen Alte Leipziger, R+V und Axa bieten ab sofort gemeinsam ein betriebliches Altersvorsorgeprodukt für Apothekenmitarbeiter an.

Mit der neuen Apotheken-Rente hat das Versicherungskonsortium den Tarifvertrag des Arbeitgeberverbands Deutscher Apotheken (ADA) und der Apothekengewerkschaft Adexa umgesetzt. Den „Tarifvertrag zur betrieblichen Altersvorsorge für Mitarbeiter in Apotheken und Auszubildende zur Pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten“ haben die Tarifparteien geschlossen, um die Altersbezüge von Apothekenmitarbeitern zu verbessern. Er tritt zum 1. Januar 2012 in Kraft. Im Tarifvertrag haben ADA und Adexa zum ersten Mal einen Arbeitgeberbeitrag und -Zuschuss zur betrieblichen Altersvorsorge (bAV) tariflich vorgeschrieben.

Die Apotheken-Rente ist eine Direktversicherung. Der Apotheker zahlt monatlich zwischen 10 und 27,50 Euro in seinen Vertrag ein. Der Beitrag ist abhängig von der Wochenarbeitszeit der Mitarbeiter. Die Angestellten können darüber hinaus einen freiwilligen Zusatzbeitrag leisten. Auf diesen zahlt der Arbeitgeber noch einmal einen 20-prozentigen Zuschuss.

Ein Beispiel: Eine heute 42-jährige Apothekenangestellte mit einem Teilzeitvertrag über 20 Wochenstunden erhält für ihre betriebliche Altersvorsorge einen Beitrag von ihrem Arbeitgeber in Höhe von 22,50 Euro. Aus ihrem Gehalt stockt sie diesen Betrag freiwillig um 50 Euro monatlich auf. Dafür erhält sie von ihrem Chef einen Arbeitgeberzuschuss von 10 Euro. Auf ihr betriebliches Altersvorsorgekonto fließen also monatlich insgesamt 82,50 Euro. Wenn die Angestellte mit 67 Jahren in den Ruhestand geht, erhält sie eine garantierte monatliche Rente von 115 Euro. Diese erhöht sich durch die bis dahin entstandenen Überschüsse.

Von: Karen Schmidt

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Auf riskanter Mission für die Firma

Geschäftsreisen sind ein kostspieliges Übel. Da streichen Chefs schonmal die Businessclass oder das teurere Hotel. Wer aber selbst für die Versicherung zu geizig ist, riskiert den Ruin der Firma.

Rund 150 Millionen Dienstreisen organisieren deutsche Unternehmen jedes Jahr und geben rund 40 Mrd. Euro dafür aus. Ganz schön viel Geld. Denken sich die Firmen auch und senken die Reisekosten: Billigunterkunft statt Hilton und Economy statt Businessklasse.

So weit, so gut. Arbeitgeber können aber auch am falschen Ende sparen. Das zeigt sich, wenn Reisende unterwegs verunglücken oder krank werden und kein passender Versicherungsschutz besteht. Es gehört zur Fürsorgepflicht des Arbeitgebers, für Reisen im Interesse der Firma die nötigen Versicherungen abzuschließen. Auch im Ausland.
Kümmert sich ein Unternehmen nicht darum, kann es teuer werden – und tragisch. Nachdem etwa 2002 bei einem Attentat im pakistanischen Karatschi Mitarbeiter einer französischen Firma gestorben waren, verurteilte ein Gericht das Unternehmen dazu, 765.000 Euro Schadensersatz an die Angehörigen der Opfer zu zahlen.
Das Unternehmen war seiner Fürsorgepflicht nicht ausreichend nachgekommen. Obwohl die Gefahr bekannt war, hatte es seine Mitarbeiter jeden Tag zur gleichen Uhrzeit auf dem gleichen Weg zur Baustelle gefahren.
Der Krankheitsfall:
Wird ein Arbeitnehmer auf einer Geschäftsreise krank, muss seine privat abgeschlossene Reisekrankenversicherung nicht zahlen. Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt nur, wenn das Reiseland ein Sozialversicherungsabkommen mit Deutschland geschlossen hat. Und dann nur den Betrag, den die Behandlung in Deutschland gekostet hätte.
Den Rest muss der Arbeitgeber tragen, das gehört zu seiner Fürsorgepflicht. Viele Versicherungen bieten darum Policen für Arbeitgeber an, die eine vorgegebene Zahl von Geschäftsreisen pro Jahr abdecken – unabhängig davon, welcher Mitarbeiter reist. Unternehmer sollten darauf achten, dass die Höhe der Police unlimitiert ist, damit beispielsweise auch der Rücktransport des Kranken übernommen wird.
Der Unfall:
Die Unfallversicherung zahlt auch im Ausland bei allen Unfällen, die während der Arbeitszeit geschehen. Dazu gehören beispielsweise Verkehrsunfälle auf dem Weg zur Arbeit. Schwierig kann es werden, wenn der Arbeitnehmer einen Umweg fährt und verunglückt. Dann muss im Einzelfall geklärt werden, was Arbeit und was Freizeit ist. Weil das im Ausland oft noch schwieriger ist als zu Hause, schließen viele Chefs zusätzliche Policen ab, die auf Geschäfts­reisen rund um die Uhr Versicherungsschutz bieten. Für solche Versicherungen gibt es sogar steuerliche Vergünstigungen.
Die Entführung:
Wer seine Arbeitnehmer in den Jemen oder nach Kolumbien schickt, sollte über Versicherungen gegen Entführungen nachdenken. Bis 1998 waren diese in Deutschland als sittenwidrig eingestuft und daher nicht zulässig. Seit 2008 ist klar: Sie sind manchmal notwendig.
Damals entschied das Oberverwaltungsgericht Berlin, dass ein Entführungsopfer kolumbianischer Rebellen der Bundesrepublik Deutschland 12.000 Euro für den Rettungsflug per Helikopter zurückzahlen muss. Nach wie vor gibt es in Deutschland nur wenige Angebote, auch weil die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht strenge Auflagen macht.
So dürfen maximal drei Mitarbeiter von der Existenz des Versicherungsvertrags wissen – so soll vermieden werden, dass Entführer zu ihrer Tat provoziert werden. Lösegeldversicherungen beinhalten beispielsweise eine spezielle Vorbereitung auf die Reise. Im Ernstfall stellt die Versicherung einen Experten, der die Verhandlungen übernimmt.
Die Haftpflicht:
Wie bei der Unfallversicherung greift auch die private Haftpflichtversicherung nur für Vorfälle außerhalb der Arbeitszeit – etwa beim Treffen mit Freunden im Restaurant. Während der Arbeitszeit müsste eigentlich die Betriebshaftpflicht für den Schaden aufkommen. Aber Vorsicht: Alte Policen schließen Schäden im Ausland oft aus.
Quelle:FTD

 

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Tipps und Tricks zur Riester Rente

Was ist die Riester Rente und wer nimmt sie in Anspruch?

Die Riester Rente ist die Antwort des Staates auf die leer gewordenen Kassen der gesetzlichen Rentenversicherungen. Sie ist eine freiwillig privat finanzierte Rente, die durch staatliche Mittel gefördert wird. Bereits seit 2001 konnten alle Bürger Riester Renten Verträge abschließen. 2005 wurde die Riester Rente dann im Rahmen des Alterseinkünftegesetzes vereinfacht.

Generell ist die Riester Rente für jeden Arbeitnehmer attraktiv, denn die Beitragszahlungen  können auf das Einkommen eines jeden einzelnen individuell abgestimmt werden. Mit Beginn des Rentenalters setzt der Leistungsfall der Riester Rente ein. Während der Laufzeit des Riester Vertrags wird der Versicherte regelmäßig über die Höhe des aktuellen Rentenanspruchs informiert. So bleibt der Riester Vertrag immer transparent.

Wie wird die Riester Rente gefördert?

Der Staat übernimmt bis zu 50 % der Beiträge. Die eigenen Beiträge zur Riester Rente können bis zu einem gewissen Höchstbetrag von der Steuer abgesetzt werden. Im Falle eines Anspruchs auf ALG II sind die Zahlungen in einen Riester Renten Vertrag pfändungssicher und anrechnungsfrei. Außerdem gewährleistet der Staat, dass zum Rentenantritt mindestens das angesparte Riester Vermögen inklusive Zulagen ausgezahlt wird. So möchte der Staat die private Verantwortung zur Altersvorsorge positiv unterstützen.

Die staatliche Zulage beträgt für jeden Versicherten 145 Euro jährlich. Zusätzlich gibt es für Kinder, die einschließlich des Jahres 2008 geboren sind, eine Kinderzulage von jährlich 300 Euro. Ein weiterer Vorteil: Eine Förderung im Rahmen der Riester Rente ist auch dann noch rückwirkend für das ganze Kalenderjahr möglich, wenn der entsprechende Vertrag erst im Dezember abgeschlossen wurde.

>> zum Riester Renten Rechner

 

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