Verzicht eines Gesellschafter-Geschäftsführers auf eine Pensionsanwartschaft

Wichtige Information für Ihren Steuerberater

Seit über 2 Jahren war unklar, welche Folgen der Verzicht eines Gesellschafter-Geschäftsführers (GGF) einer
Kapitalgesellschaft auf künftig noch zu erdienende Pensionsanwartschaften hat. Die Finanzverwaltungen der Länder haben
den Sachverhalt sehr unterschiedlich behandelt.

Nach Auffassung des Bundesministerium der Finanzen (BMF) stellt der vollständige Verzicht auf eine Pensionsanwartschaft vor Eintritt des Versorgungsfalls eineverdeckte Einlage in Höhe des bis zum Verzichtszeitpunktes bereits erdienten Anteils des Versorgungsanspruches dar (§ 8 Abs. 3 KStG).

Auch ein teilweiser Verzicht führt zu einer verdeckten Einlage. Diese ist aber nur insoweit anzunehmen, als der Barwert der bis zum Verzichtszeitpunkt bereits erdienten Versorgungsleistungen den Barwert der nach dem Teilverzicht noch verbleibenden Versorgungsleistungen übersteigt. Insoweit spielt es keine Rolle, ob sich die Verzichtsvereinbarung der Bezeichnung nach auf den Future Service, also die noch zu erdienende Anwartschaft, bezieht oder ob es sich um eine durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasste Änderung einer Pensionszusage handelt, die mit einer Reduzierung der bisher zugesagten Versorgungsleistung verbunden ist.

Dies bedeutet für die Praxis, dass dem Grunde nach zwar eine verdeckte Einlage gegeben ist, diese aber der Höhe nach mit einem Betrag von 0 € anzusetzen ist. Der BMF macht das in seiner Stellungnahme an einem Beispiel fest. Auch wenn das BMF-Schreiben insoweit keine Aussage macht: Ist eine verdeckte Einlage in Höhe von 0 € gegeben, so wirkt sich nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs der Verzicht für den GGF ertragssteuerrechtlich nicht aus, also kein Zufluss von Einnahmen.

Fazit:

Die „Reparatur“ einer bestehenden Pensionszusage ist somit deutlich erleichtert worden und um eine große Hürde ärmer.

Unser Tipp:

Handeln Sie jetzt und lassen Sie jetzt Ihre Pensionszusage überprüfen. Unsere Partner und Spezialisten erstellen Ihnen ein Gutachten, so das, für Ihre Ruhestandsplanung als Geschäftsführer deutlich mehr Klarheit über die zu erwartenden Renten herrscht sowie die Bilanz der GmbH optimiert werden kann. Gerne können Sie diese Info an Ihren Steuerberater weiterleiten. Wir stehen auch Ihm sehr gerne zur Verfügung und übermitteln Ihm das Schreiben des BMF.

Beste Grüße Ihr,

Alexander Leuthner

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