Warum die betriebliche Altersvorsorge am lukrativsten ist

Wer die Möglichkeit der betriebliche Altersvorsorge im Rahmen einer Entgeltumwandlung nicht nutzt, verzichtet auf die effektivste und renditeträchtigste Form der Altersvorsorge. Dies titelt das Magazin Focus Money. Dabei liegt die betriebliche Altersvorsorge auch noch vor der geförderten Konkurrenz von Riester- und Rürup-Produkten. Für ein ausreichendes  Einkommen im Alter reicht die Anlage in nur eines dieser gefördertes Produkt dennoch nicht.

Die Systematik funktioniert zu mindest teilweise nach dem Prinzip, „der Staat hat´s genommen der Staat gibt es wieder“ so bei der betriebliche Altersversorgung (bAV), Riester- und bei den Rürup-Renten.

In Ihrer Ausgabe vom 15/2012 sieht sich Focus-Money an, was ein Arbeitnehmer tun muss, um seine Ansprüche aus der gesetzlichen Rente zu verdoppeln.

Klares Ergebnis: Die betriebliche Altersversorgung ist für Arbeitnehmer hoch effektiv. Nach Steuern und Abgaben liegen die Nettorenditen noch über denen der ebenfalls  geförderten Riester- und Rürup-Renten.

Die sogenannte Entgeltumwandlung ist nicht zu schlagen

Allein die staatliche Förderung der Entgeltumwandlung reicht hier für Platz 1 aus. Gibt es vom Arbeitgeber auch noch einen „Zuschuss“, steigt der Renditevorsprung der betrieblichen Altersversorgung noch deutlicher an.

Das Ziel „Verdoppelung der gesetzlichen Rentenansprüche“ wurde bei der Untersuchung nicht gänzlich willkürlich herausgegriffen. 2010 lag das Nettorentenniveau vor Steuern bei 51,6 Prozent. In den kommenden Jahren wird es unter die 50-Prozent-Marke sinken.

Die gesetzlich festgelegte Niveausicherungsklausel bestimmt das das Rentenniveau bis 2030 nicht unter 43!! fallen soll. Angestrebt werden sollte für einen Arbeitnehmer, ein Rentenniveau zwischen 80 und 90 Prozent des letzten Arbeitseinkommens. Unbedingt berücksichtigt werden sollte bei der Planung der eigenen Altersvorsorge, der Punkt Krankenversicherung der Rentner die Steuerpflicht der Einnahmen im Rentenalter und nicht zu vergessen die Inflation

Bei der Nettorendite liegt die Betriebsrente vorne

Eine Nettorendite nach Steuern und Abgaben von 4,81 Prozent sind für eine Direktversicherung mit Kapitalanlage in eine klassische Police zu erwarten.

Eine Direktversicherung mit Anlage in eine Fondspolice kann es realistischerweise auf 5,88 Prozent bringen, allerdings bei erhöhtem Risiko. Damit liegt die Nettorendite der Betriebsrente um 1,14 bis 1,47 Prozentpunkte höher als die der Vergleichsanlagen.

Geringerer Aufwand

Das Beispiel bezieht sich auf einen 35-jährigen, ledigen Mann, der jeden Monat 224 Euro in eine Police einzahlt. Aufgrund der staatlichen Förderung muss er von den 224 Euro nur von einer Einkommensminderung von knapp 95 Euro ausgehen. Der Rest stammt aus den steuer- und sozialversicherungs-rechtlichen Förderungen.

Mit 67 Jahren ergibt sich für den Mann eine Bruttorente von 817,21 Euro. Nach Steuern und Abgaben bleiben davon 460,82 Euro übrig. Hier zeigen die Zahlen, noch mal deutlich auf wie wichtig es ist, beim Thema Altersvorsorge nicht die Brutto-Betrachtung in den Focus zu stellen.

Rentenniveau von 80 % kaum machbar

Das es trotzdem sehr schwer auch mit der großzügigen staatlichen Förderung, die gesetzliche Rente zu verdoppeln, zeigen diese drei Beispiele für einen 25-, 35- und einen 45-jährigen Sparer. Wie stark sich die Rente erhöht, wenn der geförderte Maximalbetrag von 224 Euro pro Monat in eine Direktversicherung klassischer Art fließt, wurde ermittelt.

Selbst dem unverheirateten Alleinverdiener mit 30.000 Euro Jahreseinkommen gelingt es nicht, seine Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung zu verdoppeln. In den 42 Jahren bis zum angenommenen Rentenalter bringt er es aber immerhin auf 74 Prozent der gesetzlichen Rente in Höhe von 1.620 Euro.

Beispiel Familienväter

Der 35-jährige Familienvater mit zwei Kindern und einem Einkommen von 45.000 Euro schafft über die Direktversicherung ein Plus von 40 Prozent zur gesetzlichen Rente. Der 45-Jährige, ebenfalls verheiratet, zwei Kinder und mit einem Einkommen von 60.000 Euro, erreicht gerade einmal 24 Prozent zusätzliches Alterseinkommen zur gesetzlichen Rente.

Die Notwenigkeit besteht also, genau vor allem aber „effektiv“ bei der Altersvorsorge vorzugehen.

In diesem Sinne

Mit besten Grüßen

Alexander Leuthner

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