Lohnfortzahlung bei Krankheit für Geschäftsführer (GGF)

Wie reduziere ich das Risiko in einer GmbH bezüglich der Lohnfortzahlung des Gesellschafter/Geschäftsführer (GGF) und verlagere die Privatausgaben des GGF hierfür in die GmbH.

Situation:

Im Krankheitsfall bezieht der GGF mindestens 6 Wochen garantiertes Gehalt (gesetzliche Regelung gemäß Bonner Handbuch). Eine dann persönliche abgesicherte Krankentagegeldleistung mit Beginn vor der 6. Woche ist nicht sinnvoll, denn solange die GmbH das Gehalt zahlt leistet der Krankenversicherer (gesetzlich oder privat) keinen Euro.

Wie lange zahlt Ihnen Ihre GmbH im Krankheitsfall Gehalt??

(Sie finden die Regelung in Ihrem Arbeits-/Dienstvertrag. Steht dort nichts greift automatisch die gesetzliche 6 Wochen Regelung.) Bei Bedarf laden Sie sich auf unserer Homepage doch einfach unseren Muster Arbeits-/Dienstvertrag für Geschäftsführer runter. http://www.leuthner-consulting.de/2011/04/25/muster-dienstvertrag-geschaftsfuhrer-anstellungsvertrag-gmbh-geschaftsfuhrervertrag/

Beispiel:

Sie sind GGF in einer GmbH und haben bei einer Krankenversicherung ein Krankengeldgeld ab der 6. Woche vereinbart. Laut Ihrem Dienstvertrag steht Ihnen aber eine Lohnfortzahlung von 6 Monaten zu. (gesetzlich Versicherte, erhalten maximal 2.598,75 € pro Monat Brutto!!!)

Folge:

Im Krankheitsfall wird von der Krankenversicherung (gesetzlich oder privat) kein Krankengeld gezahlt obwohl Sie stets monatlich dafür Beiträge gezahlt haben.

Lösung:

Der Arbeits-/Dienstvertrag sollte dringend mit der Krankenversicherung (gesetzlich oder privat) abgestimmt werden. Lohnfortzahlung 6 Monate laut Dienstvertrag. Das finanzielle Risiko (6 Monate Gehaltszahlung), dass im Krankheitsfall auf die GmbH zukommt, wird üblicherweise im Rahmen einer „KrankenTagegeld Arbeitgeber Rückversicherung“ (=KTAR) abgesichert.

Beispiel:  GGF 40 Jahre alt, Gehalt monatlich  5.000,00.- €

6 Monate Lohnfortzahlung der GmbH an den GGF 30.000,00 € = KTAR Beitrag mtl. 42,24 € Rückerstattung an die GmbH 23.100.- €.  Sollte dieser Weg nicht möglich sein, sprechen Sie uns dringend an.

Ergebnis:

Der Beitrag für KTAR ist Betriebsausgabe! Die Leistung erhält die GmbH, d.h. Betriebseinnahme. Die GmbH zahlt jedoch das vereinbarte Gehalt an den GGF d.h. wiederum Betriebsausgabe. Die Leistungen sind somit Bilanzneutral.

Das bisherige persönlich abgesicherte Krankentagegeld des GGF muss nun nur noch auf den 6. Monat  verändert werden. Folge: Beitrag 17,10 €!! Minimierung der diesbezüglichen Privatausgaben.

Als kleiner Leckerbissen:

Sollte Ihr Versicherer (gesetzlich oder privat) Kenntnis über Ihren Status als Geschäftsführer haben und Sie haben Beiträge gezahlt, obwohl Ihr Dienstvertrag keinen Anspruch erwirkt, besteht die Möglichkeit die Beiträge für bis zu 4 Jahre zurück zufordern.

Sie sind interessiert? Rufen Sie uns einfach an oder senden Sie uns eine E-Mail und vereinbaren Sie einen Termin mit uns.  info@leuthner-consulting.de oder Phone : +49 – 6074 – 48505 – 0

Wir freuen uns auf eine Nachricht von Ihnen.

Freundlichst Grüßt, Alexander Leuthner

 

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